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Buchpräsentation: Theodor Tomandl - "Mord am Wiener Kongress"

Theodor Tomandl

  Am 28. September 2004 präsentierte der Molden Verlag mit Theodor Tomandls historischen Krimi "Mord am Wiener Kongress" ein für sein bisheriges Verlagsprogramm recht ungewöhnliches Buch. Gab es doch bisher weder Krimis noch historische Romane in seinem Programm. Verleger Fritz Molden kündigte allerdings bei dieser Gelegenheit weiter Bücher dieser Art an.
  Die Buchpräsentation fand im Innenhof des Kriminalmuseums Wien, übrigens unbedingt einen Besuch wert, unter freiem Himmel statt. Aufgrund des beschränkten Platzes wurde auf Sitzgelegenheiten verzichtet, was bei der relativ hohen Anzahl der Besucher eine glückliche Entscheidung war. Der Wettergott hatte ein Einsehen und es herrschte, trotz bedrohlicher Bewölkung vorher, ein angenehm warmer Herbstabend.
  Vor Beginn konnte man draußen so manche beeindruckende Limousine vorfahren sehen und auf den Gedanken kommen, hier ein gesellschaftliches Ereignis und nicht eine Buchpräsentation vorzufinden. So manches bekannte Gesicht bei der Buchpräsentation bestätigte dann auch den hohen Bekanntheitsgrad des Autors.

Theodor Tomandl - Mord am Wiener Kongress

  Die Präsentation begann mit einigen einführende Worten des Hausherren Mag. Harald Seyrl zum Veranstaltungsort. Dann stellte Dr. Andreas Khol Autor und Buch auf beeindruckend brillante Weise vor, auch das bei den Recherchen für den Roman ausgiebig genutzte Wiener Uhrenmuseum vergaß er nicht zu erwähnen. Diese Vorstellung könnte man auf Grund ihrer präzisen Treffsicherheit und ihres Witzes ohne Abstriche ins Feuilleton jeder beliebigen Zeitung übernehmen. Den Inhalt des Romans kann man kaum auf unterhaltsamere Weise wiedergeben. Dr. Kohl hatte das Buch offensichtlich tatsächlich innerhalb der knappen Zeit seit seinem Erscheinen komplett gelesen.
  Wie bereits oben erwähnt, sagte auch Fritz Molden einige Worte zur Entscheidung, diesen Roman in seinem Verlag zu veröffentlichen.
  Nun las Theodor Tomandl einige Abschnitte aus dem Buch, die sehr geschickt ausgewählt waren, um einen guten Überblick über den Inhalt zu geben. Ein Abschnitt stellte die Hauptfigur Oberkommissar Kasbauer vor, danach kam ein Auszug, in dem die zweite Hauptfigur Graf Niedernfels im Mittelpunkt stand, der nächste Teil beschrieb das Schicksal der Ziegelarbeiter im damaligen Wien und zuletzt hört man durch Graf Niedernfels Ohren während eines Heurigenbesuchs einige Anekdoten von Wiener Kongress. Der Inhalt eines damals kursierenden Flugzettels sorgte für die abschließende Pointe:
  Es liebt für alle: [Zar] Alexander
  Es denkt für alle: Friedrich Wilhelm von Preußen
  Es spricht für alle: Friedrich von Dänemark
  Es trinkt für alle: Maximilian on Bayern
  Es frisst für alle: Friedrich von Württemberg
  Es zahlt für alle: Kaiser Franz
  Damit war die Buchpräsentation zu Ende, der Autor stand noch für die Signierung seiner Bücher zur Verfügung und die Besucher wurden noch zu einem Imbiss in die gastronomischen Räumlichkeiten des Kriminalmuseums geladen.

Von Christel Schweitzer und Alfred Ohswald am 30. 9. 2004


 

Theodor Tomandl
Mord am Wiener Kongress