Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Anthony Horowitz
Die Morde von Pye Hall
(Magpie Murders, 2016)

Insel
2018
600 Seiten
ISBN-13: 978-3458177388
€ 24,-


Von Alfred Ohswald am 29.07.2019

  Der erfolgreiche Krimi-Autor Alan Conway hat den achten und letzten der ebenso erfolgreichen Atticus Pünd-Romane beim Verlag abgeliefert und kündigt gleichzeitig mit einem Abschiedsbrief seinen bevorstehenden Selbstmord wegen einer unheilbaren Krankheit an. Tatsächlich stürzte er danach von einem Turm, der an seinem Haus seitlich angebaut ist. Lektorin Susan Ryeland muss zu ihrem Schrecken feststellen, dass das Ende des Romans in dem ihnen zugesandten Manuskript fehlt. Sie beginnt sich auf die Suche nach diesen Seiten und bald auch nach dem Mörder des Autors zu begeben.
 
  Kurios und Originell an diesem Krimi ist, dass der Roman, der vom Mordopfer stammt, vollständig mit eingebunden wurde. Ja, Anfangs kann man leicht den Eindruck gewinnen, dieser Krimi sei das eigentliche Buch. Und es handelt sich um einen im klassischen Stil Agatha Christies oder auch der Fernsehserie Inspector Barnaby (jene mit John Nettles) im Jahre 1955 spielenden, sehr britischen Krimi, wie er im Buches steht. Ein regelrechtes Klischee, aber schon wieder so ausgeprägt, dass es wiederum genial wirkt. Manchen Lesern wird dieser glänzend geschriebene Teil vermutlich mehr zusagen, als der eigentliche Roman und ungeduldig weiterlesen, um endlich dessen Auflösung zu erfahren. Allerdings wird er in der Folge in manchen Details kräftig dekonstruiert.
  Aber auch die Rahmenhandlung, wiederum ein Krimi, ist Horowitz gut gelungen, wenn er auch deutlich konventioneller ist. Beiden ist, bei allen ziemlich ausgeprägten stilistischen Unterschieden gemeinsam, dass sie ausgesprochen komplex konstruiert sind und die Leser auch gerne kräftig an der Nase herum führen. Wer sich daran stört, sollte sich aber generell wohl besser ein anderes Genre suchen.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.