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Garry Disher
Kaltes Licht
(Under the Cold Bright Lights, 2017)

Unionsverlag
2019
Übersetzt von Peter Torberg
314 Seiten
ISBN-13: 978-3293005501
€ 22,-


Von Alfred Ohswald am 09.07.2019

  Sergeant Alan Auhl war aus der Pensionierung zurückgekehrt, als es ihm wegen Personalmangel angeboten wurde, und arbeitet in der Abteilung für Cold Cases, ungelöste Fälle, die neu aufgerollt werden.
  In einem ziemlich abgelegenen Haus wird beim Versuch, eine Giftschlange einzufangen, unter einer Betonplatte ein Skelett entdeckt. Auhl soll mit einer Kollegin herausfinden, wer die Leiche ist. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass es sich um einen etwa 20jährigen Mann handelt, der erschossen wurde. Jetzt soll eine Gesichtsrekonstruktion angefertigt und in den Medien gezeigt werden, um die Identität des Mordopfers zu eruieren.
  Aber das ist nicht der einzige Fall an dem Auhl arbeitet, da ist etwa ein Chirurg, dessen Ehefrauen allesamt eines überraschenden Todes sterben und noch andere.
 
  „Kaltes Licht“ ist für Dishers Verhältnisse ein relativ konventioneller Krimi, in dem auch keine korrupten und mörderischen Polizisten vorkommen. Auch wenn auch hier einige typisch australische Versatzstücke auftauchen, ist er doch auch weniger trostlos, als etwa in „Bitter Wash Road“.
  Aber er zeigt, dass er auch den landläufigen Krimi hervorragend beherrscht. Disher schreibt auch hier in einem sehr hohem Tempo, die Sätze kommen geradezu Schlag auf Schlag auf den Leser zu. Um ist in einer in Österreich aktuellen Umschreibung zu bezeichnen: „Zack, Zack, Zack“. Und er beherrscht diesen Stil virtuos. Naheliegenderweise kommt es dabei auch zu keinerlei Längen. Und er hat auch keinerlei Probleme, bei verschiedenen Fällen und privaten Kalamitäten den Leser nicht zu verwirren und den Faden verlieren zu lassen. Also auch für Leser, die keine ausgesprochenen Krimi-Fans sind, ein empfehlenswerter Roman.

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