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Robert Corvus
Feuer der Leere

Piper
2017
496 Seiten
ISBN-13: 9783492704397
€ 16,99


Von Alfred Ohswald am 14.06.2019

  Die Reste der Menschheit bewegt sich in einem Schwarm von Großraumschiffen durch die Galaxis. In jedem davon herrscht ein eigenes Gesellschaftssystem, von monarchistisch, eher demokratisch, von einem riesigen, krakenähnlichen, lebendigen Raumschiff bis zu einem von einer künstlichen Intelligenz dominierten Raumschiff. Letzteres ist allerdings gewaltsam zerschlagen worden, da der Rest des Schwarms die Richtung in der sie sich entwickelte befürchtete.
  Der Schwarm wird von den Giats, einem unerbittlichen Feind bedroht und bekämpft. Er greift darum einen Rüstungsplaneten der Giats an und vernichtet ihn. Nach diesem Sieg flüchtet der Schwarm, um einem Gegenangriff zu entgehen und trifft dabei auf ein Sonnensystem mit einem bewohnten Planeten. Es wird Kontakt aufgenommen, um an Versorgungsgüter zu gelangen und die Bewohner des Planeten sind dazu bei entsprechender Bezahlung durchaus bereit.
 
  Helden des Romans sind ein auf der MARLIN stationierte Geschwisterpaar, die Kampfpilotin Rila, ihr Bruder , der Ex-Soldat Starn und der später mit dem biologischen Großraumschiff SQUID auf nicht ungefährliche Art und Weise verbundene Ugrôn.
 
  „Feuer der Leere“ ist eine intelligente, etwas anspruchsvollere Space-Opera mit einer glücklichen Mischung einer Menge origineller Ideen und einer spannenden Geschichte. Wobei der erste Punkt mehr herausragt. Allein die Art des Reisens mit Überlichtgeschwindigkeit ist für sich schon ein Einfall, wie er sonst ziemlich selten anzutreffen ist. Oder allein der Hinweis, dass im Wasser lebende intelligente Lebensformen schwerlich eine Zivilisation schaffen können, da sie schon beim Feuer scheitern würden, ist zwar eigentlich banal aber deswegen noch lange nicht unbedingt üblich.
  Eine wichtige Rolle spielen auch Verbindungen von Menschen mit Technik oder anderen, fremdartigen biologischen Lebensformen und die Gefahren dabei. Besonders erwähnenswert sind auch die weitgehend wirklich gelungenen Charaktere bis hin zu den Nebenfiguren, bei denen sich Corvus immer wieder die Mühe gemacht hat, sie mit eigenständigen Charakterzügen auszustatten. Ein Pilot namens Herr Zmitt ist ein ein gutes Beispiel, dessen Vorliebe für unverständliche Witze eigentlich nirgends relevant ist, der Figur aber eindeutig Substanz gibt.

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