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Larry Lieber / John Byrne / Don Heck / David Marquez u.a.
Genie in Rüstung
Die Iron Man-Anthologie
(Tales of Suspense 39, 91, Iron Man (1968) 54, 128, 215-216, 232, 262 u.a.)

Panini
2019
Übersetzt von J. Körber, S. Kups, J. Petz, A. Rösch, R. Schweizer und M. Strittmatter
324 Seiten
ISBN-13: 978-3741611391
€ 29,-


Von Alemanno Partenopeo am 17.04.2019

  Eine Anthologie über das Genie in Rüstung war spätestens nach der dreiteiligen Verfilmung des Genies, Playboys und Avengers Tony Stark längst fällig. Die vorliegende Sammlung ist ein wahrer Iron Man-Leckerbissen für Sammler, Einsteiger und Filmfans und enthält neben einigen seiner wichtigsten Abenteuer zudem Artikel zu Iron Mans Entwicklung, Welt, Rüstungen und Filmerfolgen, seinen größten Feinden, seinen Frauen und seiner Technik.
 
 Superheld in eiserner Rüstung
 
  Die Zeitreise durch mehr als 60 Jahre Karriere des Eisernen wird eröffnet mit einer Geschichte vor dem Hintergrund des Vietnamkrieges. Natürlich sind auch seine besten Freunde und sein Team gleich von Anfang an mit dabei: Pepper Potts, beste Freundin und Vertraute, Bodyguard Happy Hogan und der loyale Offizier James Rhodes. Der reiche und gut aussehende Playboy soll übrigens dem tatsächlich existierenden Howard Hughs nachempfunden sein, wissen die Herausgeber. „Gegen den ist Rock Hudson gar nichts“, sagt eine der Strandschönheiten über Anthony Stark, denn auch ohne seine Eisenrüstung macht er in Badehose ganz schön was her. Seinen ersten Gegner Wong-Chu kann er zwar vorerst nicht bezwingen, aber mit der Hilfe von Professor Yinsen gelingt ihm auch das. Ganz schön niedlich kommt seine erste Rüstung daher, aber so sah es 1963 eben aus, grau in grau.
 
 Ferngesteuert von McEvil
 
  Doch bald schon wird das Rot-Gelb für ihn patentiert und Tony Stark ist der Iron Man als den wir ihn heute kennen. Eine technische Panne führt in „Sub-Mariner. Target for Death“ dazu, dass er wider Willen gegen Namor den Unterwasserhelden kämpfen muss. Dahinter steckt natürlich eine Frau, eine böse Frau namens Madame McEvil (nomen est omen). „Ich bin eh schon reich und Ruhm bedeutet mir nichts. Doch eigenes Wissen zu mehren und zu entdecken ist faszinierend. Findest du nicht Computer?“ Spricht so ein böser Mensch? In ihren Dialogen mit ihrem einzigen Freund, dem Iron Man irreleitenden Computer, erfahren wir noch mehr über die Banalität des Bösen.
 
 Tony Stark: AA
 
  Aber auch auf die Probleme des Superhelden wird hier eingegangen, denn Marvel-Superhelden haben auch Gefühle. Tony Stark ist bei den AA – den anonymen Alkoholikern und gleich zwei Geschichten in vorliegender Anthologie widmen sich diesem Thema. In „Demon in a Bottle“ ist Iron Man ganz privat: er sitzt in seiner Rüstung am Schreibtisch und hält Hamlet-Dialoge mit seinem Rüstungshelm. Denn seine andere Identität ist es, die ihm Probleme bereitet. Einerseits muss er ein Superheld sein, andererseits muss er auch gegen sich und seine Bedürfnisse kämpfen. „Mit ner Knarre geht’s schneller“, sagt ihm seine Freundin und Sekretärin Pepper Potts und umfasst die Hand, die zur Flasche – dem Demon in a Bottle – greift. Eine weitere Geschichte von Matt Fraction und dem spanischen Zeichner Salvador Larroca geht ebenfalls sehr einfühlsam mit dem Thema um und kann sich einer genialen Umsetzung des Thomas rühmen. „Das war der Kreislauf: Unbehagen, Schnaps, Frauen. Und ewig so weiter.“
 
  Eine Menge Artikel beschäftigt sich mit Stark’s Frauen, Rüstungen und seinen Widersachern.

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