Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Robert Corvus
Berg der Macht
Gezeiten der Macht, Band 1

Piper
2019
448 Seiten
ISBN-13: 978-3492281720
€ 13,-


Von Alfred Ohswald am 22.03.2019

  Die Herrscher auf dem Berg genießen das Privileg, zu gegebener Zeit sich in die Kammern im Berg zu zu begeben und dort als Geist unsterblich zu werden. Allerdings müssen sie die Zeit bis dahin natürlich überleben.
  Auch Graf Golar steht kurz vor diesem einschneidenden Ereignis, darum sollte seine Tochter nach dem Willen der Unsterblichen bald heiraten, was ihr wenig Freude bereitet.
  Einst hat Graf Golar das Talent des jungen Waisen Quilûn zum Maler gefördert und jetzt soll der ihn auf einer letzten Reise begleiten, bei der Grenzstreitigkeiten behoben werden sollten.
  Und dann erfährt eine Zauberin von den Gezeiten der Macht...
 
  Corvus‘ Talent liegt in diesem ersten Buch der Reihe „Gezeiten der Macht“ darin, eine ausgesprochen magische Welt durch eher beiläufige Beschreibung als etwas Alltägliches und sie durch das Weglassen der Details gerade besonders realistisch erscheinen zu lassen. Natürlich erfahren die Leser im Laufe der Ereignisse mehr, aber es bleibt meist relativ unaufgeregt, was sich aber zunehmend ändert und in der zweiten Hälfte für reichlich Dramatik sorgt. Ein wenig erscheint das Buch Anfangs deshalb wie ein historischer Roman in einer etwas kuriosen Welt.
  Ohne sonderlich aufs Tempo zu drücken, schafft er es außerdem recht gut mit wechselnden Erzählperspektiven zusätzlich ständig die Spannung hochzuhalten.
  Positiv ist noch das World-Building zu erwähnen, dass sich nicht auf den doch schon reichlich ausgetretenen Pfaden mit Drachen, Orks, Elfen oder Zwergen bewegt, sondern geradezu vor originellen, eigenen Ideen überquillt. Man fühlt sich angenehm an Kai Meyers Bestseller erinnert, seine Zeit als Pen&Paper-Rollenspieler könnte da auch eine positive Rolle spielen.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.