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Thomas Baum
Kalter Kristall

Haymon
2019
352 Seiten
ISBN-13: 978-3709979136
€ 12,95


Von Alfred Ohswald am 15.03.2019

  Ein Junge wird in der Tschechei auf dem Heimweg von der Schule nach Hause entführt und etwa zur gleichen Zeit wird die verbrannte Leiche einer Frau in einem Waldstück in der Nähe der tschechischen Grenze in Österreich gefunden. Die beiden oberösterreichischen Kriminalpolizisten Robert Worschädl und Sabine Schinagl beginnen im letzteren Fall zu ermitteln und stoßen auf einen Puff-Besitzer, der nebenher mit Drogen handelt und dadurch auf die Spur eines vermeintlich tschechischen Drogenrings, der hauptsächlich mit Crystal Meth handelt. Die im Wald aufgefundene ermordete Frau war offensichtlich eine der Kuriere für diesen Drogenring unter der Leitung eines geheimnisumwitterten Mannes mit dem Pseudonym „der Tscheche“.
 
  Der Titel „Kalter Kristall“ bezieht sich wohl auf die Droge, die hier eine Nebenrolle spielt, die allerdings mit dem Fall selbst eher wenig zu tun hat. „Kalter Kristall“ ist in erster Linie ein nicht untypischer österreichischer Krimi, insbesondere was den geradezu archetypischen Kriminalbeamten Worschädl betrifft. Allerdings ist es ein Krimi mit einer insbesondere stilistisch kräftigen Portion Thriller, wozu auch Cover und Titel gut passen.
  Ob die ohnehin nur kurzen Abschnitte aus dem Familienleben von Sabine Schinagl wirklich nötig sind, ist wohl Geschmacksfrage, für die Handlung wären sie im Gegensatz zu denen Worschädls nicht unabdingbar gewesen.
  Ein handwerklich anstandsloser, ja ausgesprochen gut gelungener Krimi, abwechslungsreich mit häufigen Perspektivenwechsel und zahlreichen Wendungen und Überraschungen gespickt.
  Es ist der dritte Krimi mit Worschädl als Hauptfigur (wenn ich keinen übersehen habe), davon sind zwei bei Haymon und der erste bei Resistenz erschienen. Letzterer ist aktuell leider nur mehr antiquarisch erhältlich.

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