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David Whish-Wilson
Die Gruben von Perth
Swann-Trilogie 2
(Zero at the Bone, 2013)

Suhrkamp
2018
Übersetzt von Sven Koch
320 Seiten
ISBN-13: 978-3518468913
€ 9,95


Von Alfred Ohswald am 06.03.2019

  Perth, eine Bergwerksstadt in Westaustralien 1979, fünf Jahre nach „Die Ratten von Perth“. Frank Swann ist aus der Polizei ausgeschieden und als Privatdetektiv tätig. Der Geologe Max Henderson begeht Selbstmord und seine Frau Jennifer beauftragt Swan mit der Aufklärung, weil sie den Verdacht hat, es könnte jemand anderer auch seine Hände im Spiel haben.
  Wie sich schnell herausstellt, war er für die reichlich Erträge versprechenden Probebohrungen einer Mine namens Rosa Gold verantwortlich und auch einer ihrer Teilhaber. Alle anderen Teilhaber stammen entweder aus dem kriminellen Milieu oder sind korrupte Polizisten.
  Bald steckt Swann in nicht unbeträchtlichen Schwierigkeiten, zuerst eher durch seine Ex-Kollegen von der Polizei. Da haben einige noch Rechnungen mit ihm offen und nicht die geringste Lust, sich ein ausgesprochen lukratives Geschäft verderben zu lassen.
 
  Australische Krimis sind oft eine wirklich gelungene Mischung aus beinharten Thriller in einem extrem korrupten Umfeld, egal ob es sich um Politiker oder Polizisten und natürlich Konzerne handelt und den dazu passenden, harten Männern als Helden. Obwohl ihre Helden also in etwa vergleichbar mit James Lee Burke & Co. sind, sind sie doch irgendwie realistischer und glaubwürdiger. Es haftet ihnen nicht das Pathos an, zu dem Helden us-amerikanischer Autoren neigen und haben auch etwas europäisches, besser vergleichbar mit Charakteren in guten italienische Mafia-Romanen. Wer Garry Dishers „Bitter Wash Road“ oder andere australische Krimi-Autoren gern gelesen hat, kann sofort ohne Bedenken zugreifen, hier geht es nur noch etwas deftiger zur Sache.
  Es ist übrigens keineswegs nötig, den Vorgänger „Die Ratten von Perth“ gelesen zu haben, um sich in „Die Gruben von Perth“ leicht zurecht zu finden.

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