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Clifford D. Simak
Sternenerbe
(A Heritage to Stars, 1977)

Heyne
2017
Übersetzt von Stephen G. Morse
206 Seiten
ISBN-13: 978-3-641-21317-6
€ 2,99


Von Alfred Ohswald am 05.12.2018

  Die Menschheit hat vor etwa tausend Jahren gegen die Technik revoltiert und sie bis auf relativ primitive Reste zerstört. Das galt insbesondere für Roboter. Thomas Cushing wächst in dieser Welt mit seiner Familie in der Wildnis auf und als diese stirbt, begibt er sich die Siedlung, die nicht ohne Grund Universität genannt wird. Es ist einer der wenigen Orte, an denen man Lesen und Schreiben lernen kann und wo eine Bibliothek zu finden ist. Natürlich ohne Bücher über Technik.
  Dort findet er Notizen eines Historikers, in denen von einem sagenhaften Ort die Rede ist, von dem einst die Menschheit zu den Sternen aufgebrochen sein soll. Er beschließt, diesen Ort zu suchen und bricht zu dieser Reise auf. Unterwegs trifft er auf seltsame Menschen, die sich im oft anschließen, außerdem noch den vermutlich letzten überlebenden Roboter und noch viel eigenartigere Wesen.
 
  „Sternenerbe“ ist ein typischer Post-Apokalypse-Roman und mit seinen Protagonisten in einer primitiven Umgebung nicht untypisch für Simak. Die Struktur erinnert auch etwas an viele Fantasy-Romane, in denen eine Gruppe durch eine ihnen weitgehend fremde Welt reist und allen möglichen fremdartigen Wesen begegnet.
  Über die Qualität von Simaks Romanen braucht man nicht lange zu diskutieren, er beherrscht es ausgezeichnet, auf einem gewissen literarischen Niveau und auch wirklich spannend und angenehm lesbar zu erzählen. „Sternenerbe“ mag vielleicht nicht sein Meisterstück sein, ein wirklich gutes Stück Science-Fiction-Unterhaltung ist es allemal.
  „Sternenerbe“ ist leider auch ein übles Beispiel für die Unart mancher Verlage bei Science-Fiction-Büchern gerne Mal ohne Grund die Titel zu ändern. Hier ist es besonders deutlich, denn am Cover des E-Books kann man „Sternenerbe“ lesen und eine Seite später den ursprünglichen Titel „Ein Erbe der Sterne“. Für Leser, die „Ein Erbe der Sterne“ einst bereits gelesen haben und sich jetzt „Sternenerbe“ gekauft haben ausgesprochen ärgerlich!

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