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Joyce Carol Oates
Pik-Bube
(Jack of Spades, 2015)

Droemer
2018
Übersetzt von Frauke Czwikla
208 Seiten
ISBN-13: 978-3426281871
€ 19,99


Von Alfred Ohswald am 12.11.2018

  Andrew J. Rush ist ein sehr erfolgreicher Krimi-Autor und wird eines Tages von einer älteren, etwas exzentrischen Dame des Plagiats beschuldigt. Sein Anwalt versichert ihm, dass er nichts zu befürchten habe und die Klage mit ziemlicher Sicherheit abgewiesen werden wird. Und so kommt es auch, doch die Sache lässt Andrew keine Ruhe…
 
  Joyce Carol Oates hat mit der Jekyll-Hyde-Geschichte „Pik-Bube“ wohl in erster Linie eine Hommage an Stephen King und insbesondere an „Stark – The Dark Half“ geschaffen. So ist auch ihr Held Andrew J. Rush Schriftsteller und hat eine dunkle Seite, allerdings bleibt sie ein Teil seiner Selbst und wird nicht zur eigenen, separaten Figur. Auch Alkoholismus spielt, wie bei Kings Romanen nach seinem Entzug, eine wichtige Rolle. Oates macht auch alles andere als ein Geheimnis daraus, nennt sie King und auch viele seiner (frühren) Bücher beim Namen. Auch andere Klassiker des Thriller-, Grusel- und Horror-Genres finden nicht selten Erwähnung, die man übrigens durchaus auch als eine Art Leseempfehlung betrachten kann.
  Der nicht allzu umfangreiche Roman liest sich angenehm flott und ist nicht allzu kompliziert, eher wie eine Erzählung. Die Protagonisten sind bis auf den Hauptcharakter bewusst auch nicht mit besonderer Tiefe ausgestattet, um das Umfang des Buches nicht unnötig aufzublähen und den Lesefluss nicht zu stören. Joyce Carol Oates zeigt hier wieder, dass sie in so ziemlich allen Genres zu Hause ist und sie auch virtuos beherrscht.

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