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Sara Paretsky
Kritische Masse
(Critical Mass)

Ariadne
2018
Übersetzt von Else Laudan und B. Szelinski
544 Seiten
ISBN-13: 978-3867542364
€ 24,-


Von Alfred Ohswald am 12.11.2018

  Die Chicagoer Privatdetektivin V. I. Warshawski wird von einer befreundeten Ärztin um Hilfe gebeten. Ein ihr bekannte namens Judy, eine Drogensüchtige hat sie am Telefon um Hilfe gebeten, ihr Leben sei in Gefahr. Warshawski macht sich auf den Weg zu der Drogenfarm, wo der Anruf seinen Ursprung nahm. Sie entdeckt ein verwüstetes Haus und einen ermordeten Junky in einem Getreidefeld. Judy ist verschwunden. Zunächst sucht sie Judys Mutter auf, die zunächst ausgesprochen abweisend ist, sie aber schließlich doch mit der Suche nach ihrer Tochter beauftragt.
 
  Was zunächst wie ein durchschnittlicher Thriller im Drogenmilieu beginnt, entwickelt sich bald zu etwas Größeren. Später spielen sogar Physiker beim Versuch der Entwicklung der Atombombe bei den Nazis und später den USA eine wichtige Rolle. Damit hängen auch der Titel „Kritische Masse“ und die Anfangs etwas verwirrenden Rückblenden in das Österreich kurz vor und nach dem Anschluss zusammen. Es entwickelt sich also zu einem wirklich erstaunlich gut gelungenen Politthriller im Umfeld von Computertechnikern und Physikern.
  Paretsky hat mit ihrer Reihe um ihre Heldin V. I. Warshawski nicht ohne Grund weltweit erstaunliche Erfolge zu verzeichnen, obwohl sie für Bestseller schon ziemlich komplex ist. Und obwohl die V. I. Warshawski-Romane ab und an als feministischer Krimis bezeichnet werden, bleibt dieser Aspekt diskret und unauffällig im Hintergrund. In erster Linie wird eine interessante und spannende Geschichte mit ebenso interessanten Charakteren erzählt.
  „Sara Paretsky“ ist übrigens bereits der 16. V. I. Warshawski-Roman und es warten bereits weitere zwei auf die Übersetzung ins Deutsche.

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