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Anne Goldmann
Das größere Verbrechen

Ariadne
2018
240 Seiten
ISBN-13: 978-3867542340
€ 13,-


Von Alfred Ohswald am 09.11.2018

  Theres lernt mit 16 einen etwas älteren, aus Bosnien stammenden Schüler kennen und verliebt sich in ihn. Mit 17 bekommt sie ein Kind von ihm und er verschwindet. Das Kind wir d zur Adoption freigegeben.
  Als achtzehnjähriger meldet sich dieser Sohn bei seiner leiblichen Mutter, die inzwischen Mann und Tochter, also eine bis dahin funktionierenden Familie hat. Das ändert sich nun aber rapide.
 
  Die Genre-Zuordnung „Krimi“ will trotz des Titels nur bedingt passen, „Familientragödie“ würde es wohl exakter treffen. Obwohl die Handlung ihre Kreise bis ins Umfeld der Familie, insbesondere zur bosnischen Putzhilfe und deren Familie und damit am Rande bis zum Bürgerkrieg in Ex-Jugoslawien, zieht. Im Zentrum steht aber Theres, die von der neuen Situation oft ziemlich überfordert ist.
  Lehen ihr Ehemann und der Ziehvater ihres Sohnes die neue Situation recht heftig ab, ist ihre Tochter schnell ein Herz und eine Seele mit ihrem neuen Bruder. Und der scheint dann doch nicht der Musterknabe zu sein, der er Anfangs zu sein scheint.
  Stilistisch sind Anne Goldmanns Romane tadellos und das gilt auch für „Das größere Verbrechen“ ohne Einschränkungen. Mit kurzen, oft sehr kurzen Sätzen bringt sie das Geschehen auf den Punkt. Was aber keineswegs bedeutet, dass der Roman in hohem Tempo erzählt wird.
  Wer sich einen mehr oder weniger klassischen Krimi erhofft, liegt hier allerdings möglicherweise falsch. Die ohnehin erst recht spät einsetzende Krimi-Handlung steht nicht im Zentrum des Geschehens. Goldmann konzentriert sich eindeutig vorwiegend auf die Charaktere.

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