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Jean Dufaux / Guillem March
Der Traum
1. Jude
(The Dream)

Panini
2018
Übersetzt von Julika Herzog
56 Seiten
ISBN-13: 978-3741608032
€ 17,-


Von Alemanno Partenopeo am 07.08.2018

  Wer hat noch nie von der ganz großen Filmrolle geträumt? Auch Jude, der Traum aller Frauen und vieler Männer, kann der Versuchung nicht widerstehen, obwohl er eigentlich schon alles hat, was das Herz begehrt. Aber Ruhm?
 
  Jude arbeitet in einem exklusiven und sehr extravaganten Club am Broadway. Zusammen mit seiner Partnerin Ona entfacht er Nacht für Nacht mit einer Sex-Liveshow die Lust der dekadenten Gäste an. Seine Fans machen ihm permanent unmoralische Avancen und auch als die schöne, mysteriöse Megan ihm ein ganz spezielles Angebot macht, vermutet er dahinter nichts weiter als das Übliche. Doch dann eröffnet ihm Megan, dass er in einem Film über den Schriftsteller und Dichter John Keats eine tragende Nebenrolle bekommen soll, die ihn zum Star machen wird. Die I.A.P. (Invisible Art Production), die die Produktion leitet, bekommt aber alsbald Probleme von Ona, die sich ausgebootet fühlt und auch eine tätowierte Frau namens The Strange drängt sich immer mehr in den Einflussbereich von Jude. Und dann wäre da noch Sina Songh, die Tochter des Unterweltbosses, die ebenfalls Besitzrechte an Jude anmeldet, ihrem derzeitigen Lieblingsspielzeug.
 
  Die lasziv-erotisch erzählte Geschichte ist in eine Art Aquarell-Schimmer getaucht und verdankt ihren Zauber dem einerseits düsteren Einfluss von The Strange andererseits den licht- und luftdurchfluteten Auftritten von Megan. Der einäugige Filmemacher, der mit seiner Augenklappe an John Ford gemahnt, ist eine ebenso undurchsichtige wie interessante Figur, von der man im zweiten Teil der vorliegenden Geschichte wohl noch einiges mehr erfahren wird können. Alle sind hinter Jude, dem Körper, der Schönheit, der Oberfläche hinterher, aber Megan weiß, dass es da noch viel mehr gibt, als nur den schnöden Schein. Aber alle leben sie eben diesen Traum, der Traum von Celluloid, von Ewigkeit und einem Leben ohne Ende. Der endlosen Nacht.

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