Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Mark Millar / Steve McNiven
Civil War
Mark Millar Collection: Bd. 6

Panini
2018
Übersetzt von Michael Strittmatter
292 Seiten
ISBN-13: 978-3741605871
€ 35,-


Von Alemanno Partenopeo am 02.05.2018

  Eines der größten Marvel-Events aller Zeiten erwartet die LeserInnen dieses „Bürgerkriegs“ bei dem sich die Anhänger von Captain Americaund Iron Man gegenüberstehen. Eine edle Hardcover-Edition der MARK MILLAR COLLECTION des Panini-Verlages, das im Anhang zudem erstmals einen üppigen Behind-the-scences-Kommentar des Comic-Superstars präsentiert. Umfangreiches Bonusmaterial zur Entstehung des Comic-Bestsellers und gleichzeitig auch die Vorlage zum Film-Blockbuster „The First Avenger: Civil War!“ Das ultimative Marvel-Spektakel als Deluxe-Ausgabe, nur bei Panini.
 
 
  Die von der Regierung geforderte Registrierung der Superhelden spaltet die Superhelden-Gemeinde in zwei Lager. „Was haben die gesagt, Dr. Richards? Dass ich Polizist werden muss oder sonst ins Gefängnis wandere?“, frägt Dr. Strange unverhohlen den Anführer der Fantastischen Vier. Aber dieser ist so naiv, dass er die Argumente von Captain America gar nicht versteht: „Keine Polit-Spielchen. Superhelden müssen unabhängig sein, sonst sagt uns Washington bald, wer die Superschurken sind.“, fasst America seine schlagkräftigsten Argumente zusammen, denn es geht um nichts weniger als die Freiheit. Bald taucht auch schon der Beobachter auf, der immer dann erscheint, wenn es darum geht, „Momente größter Tragweite“ aufzuzeichnen. Um so einen handelt es sich in Civil War zweifellos, denn das hier vorliegende Comic ist nichts weniger als ein Epos.
 
  Die „Exponentialkurve der Apokalypse“, die sich Dr. Richards errechnet und seiner Frau, Susan Richards, erklärt, ist auch eine Kurve ihrer Beziehungsstruktur, nur leider umgekehrt. Aber es sollen ja schon mehr Beziehungen aufgrund ideologischer Differenzen gescheitert sein, SuperheldInnen bilden da keine Ausnahme. Spiderman alias Peter Parker lässt sich für die politischen Zwecke von Iron Man einspannen und beginnt als erstes mit der Demaskierung, aber er bereut es wenig später wieder. Iron Man wirft Cap vor, immer noch im Jahre 1945 zu leben, aber heute (2018?) würden die Menschen eben keine Masken mehr sehen wollen, sondern sich sicher fühlen wollen. Als Goliath von dem geklonten Thor im Kampf getötet wird, wendet sich das Blatt allerdings erneut. Es geht nicht immer nur um die zahlenmäßige Überlegenheit, nein, auch die ideologische zählt. Wer hat die besseren Argumente, andere zu überzeugen und seine Gegner zu sich herüberzuziehen?
 
  Eine wichtige Rolle spielt in diesem Superhelden-Abenteuer der Extra-Klasse übrigens auch die Zahl „42“. Für weitere Überraschungen sorgen auch der Punisher, Black Panther und nicht zuletzt auch Dr. Strange. Die Farben und Zeichnungen sind von so überzeugender Qualität, dass selbst das etwas reaktionäre Ende dem Epos keinen Abbruch tut. So geht Comic!

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.