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Frank Zöllner
Leonardo da Vinci

Taschen
2018
272 Seiten
ISBN-13: 978-3836569798
€ 30,-


Von Alfred Ohswald am 18.04.2018

  Leonardo da Vinci braucht man wohl nicht einmal dem absoluten Kunst-Laien vorzustellen und seine „Mona Lisa“ kann man ja wohl getrost als das berühmteste Gemälde der Welt bezeichnen. Zöller geht auch um die Geschichte um eine zweite „Mona Lisa“ kurz ein, bringt aber recht überzeugende Gegenargumente. Nicht zuletzt aufgrund einiger Verschwörungstheorien – siehe Dan Brown – kennt wohl ebenfalls auch der überwiegende Großteil der Leser sein Fresko „Das letzte Abendmahl“. Nicht ganz so bekannt beim breiten Publikum ist wohl sein vermutlich letztes, wohl mindestens ebenso geniales Bild wie die „Mona Lisa“ mit dem Titel „Johannes der Täufer“. Und da von Leonardo kaum 20 Bilder bis in die heutige Zeit überdauert haben, ist sein Werk ausgesprochen übersichtlich, wenn man nur die Bilder berücksichtigt, deren Urheberschaft gesichert ist. Was übrigens – neben Vergleichen mit ähnlichen Motiven zeitgenössischer Maler – auch ein Thema in dem Buch ist. Selbst für den Laien ist übrigens ein gewaltiger Unterschied zu Leonardos ersten Gemälden zusammen mit seinem Lehrmeister Verrocchio und seinen späteren Meisterwerken. Ein Unterschied, den man bei seinen Zeichnungen nicht so leicht bemerkt.
  Diese Ausgabe basiert im übrigen auf einer auf einer übergroßen Luxusausgabe und beschäftigt sich in erster Linie mit den Gemälden Da Vincis. Jedes Einzelne wird ausführlich dargestellt und beschrieben. Detailansichten von Ausschnitten füllen ganze Doppelseiten und bieten eine wirklich umfangreiche und akribische Darstellung jeder Nuance.
  Gleich im Vorwort wird etwa das Bild „Salvator Mundi“ eingegangen, für das bei einer Auktion eine wahrhaft abenteuerliche Summe erzielt wurde, obwohl seine Urheberschaft überaus fraglich ist. Auch sonst wird der Stand der Forschung in Kurzform wiedergegeben, sodass sich die Leser abseits so mancher Gerüchteküche, die ja bei Da Vinci gerne besonders heftig brodelt, ein Bild machen können.
  Es gibt zwar ein Kapitel „Der Künstler und die „Wissenschaft“, aber selbst da spielt die bildliche Darstellung eine große Rolle. Der Fokus liegt eindeutig bei seinen Gemälden und die in deren Umfeld angefertigten Skizzen.
  Über die Qualität dieses Bildbades braucht man beim Taschen-Verlag wohl kein weiteres Wort verlieren.
  Ein Lektorat hätte wahrlich auch nicht geschadet, insbesondere bei falschen oder völlig fehlenden Artileln.

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