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Günter Neuwirth
Zeidlers Gewissen

Gmeiner Verlag
2018
345 Seiten
ISBN-13: 978-3839222782
€ 12,-


Von Alfred Ohswald am 23.03.2018

  Viktor Zeidler versteckt sich verwundet in einem verlassenen Bauernhof. Seine Familie weiß nicht, was mit ihm passiert ist und seine Frau Klara macht deshalb eine Vermisstenanzeige. Zufällig ist dabei Inspektor Hoffmann anwesend und bearbeitet den Fall.
  Zeidler war Mitglied einer Motorradclique und als Hoffmann die anderen Mitglieder reihum nach dem Vermissten befragt, stolpert er über eine Leiche, in deren Ermordung Zeidler verwickelt zu sein scheint. Ab diesem Zeitpunkt ist nicht nur die Polizei hinter ihm her, auch seine Frau versucht ihn zu finden und seinen Ex-Kumpels darf er auch nicht über den Weg laufen. Am ende kommt es schließlich zu einer Geiselnahme.
 
  War die Hauptfigur Hauptmann im Vorgänger „Die Frau im roten Mantel“ noch Krebspatient, so ist er hier geheilt und beginnt gerade wieder mit seiner regulären Arbeit bei der Wiener Polizei.
  Neuwirth hat ja schon ausreichend bewiesen, dass er Krimis zu schreiben versteht und auch hier passen Spannungsaufbau, Konstruktion und nicht über Gebühr ausgewalzte Charakterzeichnungen tadellos. Auch konzentriert er sich dankenswerter Weise auf die Krimi-Handlung und vergeudet nicht den halben Roman mit dem Privatleben seiner Ermittler.
  Geschickt springt er wohldosiert zwischen einigen Perspektiven hin und her, ohne die Leser über Gebühr zu verwirren. Schließlich liest man nicht „Finnegans Wake“ sondern einen Krimi und da erwartet man kurzweilige aber auch nicht allzu simple Unterhaltung. Also vielleicht nicht übermäßig originell aber was Neuwirth macht, beherrscht er. Ein Krimi und Pageturner, wie er wünschenswert ist.

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