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Bernie Wrightson
Creepy

Splitter
2014
Übersetzt von Resel Rebiersch
144 Seiten
ISBN-13: 978-3868691559
€ 22,80


Von Alfred Ohswald am 17.01.2018

  „Creepy“ und „Eerie“ waren legendäre amerikanische Comics-Magazine mit der Thematik Horror. Verschiedene Autoren und Zeichner lieferten Kurzgeschichten dafür ab, darunter neben Künstlern wie Richard Corben auch Bernie Wrightson. Erschien bei Splitter zuerst Corben, der im deutschen Sprachraum wohl durch seine Zeichnungen für „Schwermetall“ und „Hellboy“ zumindest bei alten Hasen bekannter war, so war das im Original umgekehrt und die deutlich weniger umfangreiche Sammlung mit Wrightsons Arbeiten erschien zuerst.
  Mit Ausnahme der Geschichte „The Muck Monster“ und nicht wenigen ganzseitigen Illustrationen hinten beim recht umfangreichen Zusatzmaterial sind alle Geschichten in Schwarz-Weiß gehalten. Meist – aber nicht immer – mit starken Kontrasten ohne Grautöne, ein wenig wie Frank Frazetta oder Hal Foster.
  Gleich die erste Geschichte „The Black Cat“ stammt von Edgar Allen Poe, sonst liefern aber im Allgemeinen zeitgenössische Comics-Szenaristen wie Howard Chaykin, Nicola Cuti, Carmine Infantino, Walt Simonson u.a. die Texte. Auch die zweite, von Bruce Jones getextete Geschichte „Jennifer“ ist schon ein Klassiker und wurde für eine Anthologie verfilmt. „Caroline“ wiederum basiert auf „Wuthering Heights“ von Emily Brontë und „Cool Air“ auf einer Geschichte vom Altmeister Lovecraft. Die Geschichten selbst sind also nicht wirklich ungewöhnlich für derartige Magazine und orientieren sich weitgehend an Klassikern, sofern sie keine sind, die Illustrationen ragen allerdings deutlich über den Durchschnitt hinaus. Wrightson ist zwar nicht so unverkennbar, wie etwa Richard Corben, allerdings ist er eindeutig perfekter. Es gibt nicht sehr viele Comics-Künstler, die derart gekonnt zu zeichnen imstande sind.

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