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Richard Corben
Creepy

Splitter
2014
Übersetzt von Gerlind Althoff, Bernd Kronbein und Robert Lug
351 Seiten
ISBN-13: 978-3868696936
€ 48,80


Von Alfred Ohswald am 03.01.2018

  Richard Corben begann seine Karriere als Underground-Comickünstler, etwa mit Robert Crumb vergleichbar, allerdings mit deutlich realistischen Zeichenstil. Im deutschsprachigen Raum fiel er nicht zuletzt durch diesen Stil im Comics-Magazin „Schwermetall“ (Volksverlag, später Alpha Comic Verlag) einer Insider-Gemeinde auf. Aktuell tritt er im deutschen Sprachraum auch manchmal als Zeichner für Mike Mignola in „Hellboy“ auf.
  Eine Zeit zeichnete er für unterschiedliche Szeneristen, wie etwa Gerry Boudreau, T. Casey Brennan, Jack Butterworth, Bill Dubay, Roger McKenzie, Doug Moench, Jim Stensturm, Jan Strnad uva. für die Horrormagazine „Creepy“ und „Eerie“ mehr oder weniger typische Kurzstorys. In sowohl in „Creepy“ als auch in „Eerie“ waren die Geschichten in Schwarzweiß und teilweise in seiner für ihn typischen Colorierung. Aus den Arbeiten für diese Magazine stammt dieser Sammelband.
  Corbens Stil kann man mögen oder auch nicht, verwechseln wird man ihn kaum können, wenige Künstler haben einen so unverwechselbaren Zeichenstil irgendwo zwischen extremen Realismus und Karikatur. Wer etwas gegen großbrüstige Frauen hat, sollte übrigens auch die Finger von Corben lassen! Allerdings sind sie bei ihm nicht die Superfrauen mit der Barbie-Figur wie leider in den allermeisten Superhelden-Comic. Auch die nackten Frauen sind bei ihm zwar auch gerne mal klischeehaft aber immer unverwechselbar.
  Wer Comics gerne Mal auch etwas abseits des Mainstream und sehr weit abseits der immer öfter am Computer erstellten Superhelden-Gedöns versuchen möchte und den es auch nicht unbedingt stört, wenn man vielen der Geschichten die Jahre durchaus ein wenig anmerkt, der sollte unbedingt hier zugreifen. Von den Nostalgikern, die noch „Schwermetall“ gelesen haben, rede ich erst gar nicht, die sind ja gewissermaßen verpflichtet, dieses Buch zu kaufen! Denn man bekommt was für sein Geld, ein wirklich schön großes Format (23,3x32,5cm!) - wieder ein Beweis, Comics können nie großformatig genug sein – und mit 351 Seiten auch ordentlich Stoff. Natürlich mit dieser und jener Zusatzinformation und – besonders beachtenswert – mit einigen von Corbens traumhaften Covern.

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