Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Christian Springer
Wir müssen Freiheit aushalten

cs.wort
2017
60 Seiten
ISBN-13: 9783981835816
€ 8,-


Von Alfred Ohswald am 22.12.2017

  „Die Kanzelrede“, von der hier die Rede ist, wird gemeinsam von der Evangelischen Akademie Tutzing und dem Freundeskreis der Akademie seit 20 Jahren 2017 zum 50. Mal veranstaltet. Bisherige Redner waren unter zahlreichen anderen Joachim Gauck, Michel Friedman, Heiner Geißler, Heribert Prantl und Michael Wolffsohn. Jetzt war nun Kabarettist Christian Springer an der Reihe und gleich mit dem gewichtigen Thema, das auch als Titel dieses schmalen Bändchens trägt. Eigentlich würde man das eher von Gauck erwartet haben.
  Nun, wer Christian Springer kennt, kann sich wohl schon ungefähr vorstellen, wie diese Rede sich angehört haben mag. Übrigens ist die Wiedergabe im Buch nicht absolut wörtlich, in dem einen oder anderen Detail weicht sie von der Rede durchaus etwas ab. Und auch schriftlich ist das Buch im bayrischen, für Springer typischen Akzent gehalten und trotzdem auch für Nicht-Bayern gut lesbar.
  Springer erinnert uns in erster Linie an die Banalität, dass wir wohl oder übel auch die Einstellung anderer tolerieren müssen. Wir müssen wohl damit leben, dass auch Nazis demonstrieren, wenn wir es deshalb noch lange nicht begrüßen müssen. Und obwohl er von so manchen Rechten sicher als „Araber-Freund“ verachtet wird, spart er auch nicht an Kritik an Antisemitismus aus dem arabisch-moslemischen Kulturkreis. Generell ist er hier für seine Verhältnisse recht international unterwegs.
  Sicher kein Buch, dass in die Bestsellerlisten aufsteigen wird, zumal es etwa bewusst bei Amazon nicht angeboten wird. Jeder Interessierte muss sich schon auf Springers Webseite (sie Link oben) bemühen und per E-Mail bestellen.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.