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Beate Maxian
Die Frau im hellblauen Kleid

Heyne
2017
448 Seiten
ISBN-13: 978-3453422124
€ 10,99


Von Alfred Ohswald am 14.12.2017

  2015 in Wien, Marianne, Vera und Sophie Altmann - Großmutter, Mutter und Tochter – wohnen zusammen in einem Haus. Sie entstammen einer alten, angesehenen Schauspieler-Familie, worauf Marianne großen Wert legt. Sophies Karriere lässt kaum Wünsche offen, nur bei Vera geht es nicht recht voran und sie schlägt sich teilweise mit Werbespots durchs Leben. Als Vera die Verfilmung ihrer Familiengeschichte plant, hält sich die Begeisterung Mariannes in Grenzen, nicht ohne Grund…
  Nach diesem Einstiegsszenario springt der Roman zu Käthe Schlögel, der Mutter Mariannes und Stammmutter der Schauspieler-Dynastie, ins Jahr 1927 zurück. Mit einem von einer Freundin genähten Kleid spricht sie in einem Theater vor und bekommt ihre erste kleine Rolle.
  Zurück im Jahr 2015 bekommt Sophie ihre erste Rolle in einer erfolgreichen deutschen Krimireihe. Und probt landet sie mit dem Regieassistenten im Bett, der einer Familie angehört, mit der die Altmanns seit den Tagen ihrer Urgroßmutter verfeindet sind.
 
  Krimiautorin Beate Maxian wagt sich mit „Die Frau im hellblauen Kleid“ an das neue Genre des Familienromans mit einer kräftigen Prise Liebesroman. Schnell merkt man, sie beherrscht auch dieses Fach, sicher nicht zuletzt aufgrund ihrer bei den zahlreichen Krimis angeeigneten handwerklichen Routine.
  Eine Schwäche, die sie mit vielen anderen Autorinnen gemeinsam hat, sind die ausufernden Liebesszenen ihrer Figur Sophie. Hätte sich Maxian mehr auf die sehr gelungene Familiengeschichte und ihre meist ausgesprochen gelungenen Charaktere konzentriert, wäre es vermutlich ein Gewinn gewesen. So ist es doch mehr ein Roman für ein weitgehend weibliches Publikum.

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