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Arthur Conan Doyle / Christophe Bec / Fabrizio Fiana / Mauro Salvatori
Vergessene Welt
(Le Monde Perdu, 2013)

Splitter
2015
Übersetzt von Resel Rebiersch
56 Seiten
ISBN-13: 978-3958390249
€ 14,80


Von Alfred Ohswald am 04.12.2017

  „The Lost World“ ist wohl, neben „Sherlock Holmes“, das bekannteste Buch von Arthur Conan Doyle und bereits öfter verfilmt und auch in andere Formate adaptiert. Es ist der erste von vier Romanen um den hier als recht herrisch und arrogant beschriebenen Helden Professor Challenger. Der Reporter Malone ist auch schon mit von der Partie, er sollte den Professor bis zum letzten Teil „Die Desintegrationsmaschine“ begleiten. Die Comics-Trilogie handelt aber nur vom ersten Teil „Vergessene Welt“.
  Die Geschichte um die Entdeckung eines abgelegenen, verborgenen Hochplateaus in Südamerika, auf dem noch Dinosaurier leben und die Expedition einer Gruppe Engländer dorthin, dürfte wohl den meisten Lesern von irgendwo bekannt sein. Wenn nicht, dann ist dieses Comics eine hervorragende Gelegenheit, dies nachzuholen.
  Die Story ist handwerklich routiniert erzählt und grafisch ebenso tadellos umgesetzt. Die Zeichnungen sind realistisch und ohne irgendwelche Experimente im Dienste der zu erzählenden Geschichte gehalten. Wer mehr Originalität bevorzugt, liegt hier vermutlich falsch. Eine solide, atmosphärisch passende Colorierung von Hand vervollständigt den positiven Eindruck.
  Der erste Band der Trilogie endet mit dem Erreichen des geheimnisvollen Hochplateaus und baut damit die Spannung bis man die Dinosaurier zu Gesicht bekommt erst richtig auf, obwohl man schon früh erfährt, was man zu erwarten hat.
  Natürlich sind die unterschiedlichen Arten von Dino und Pterosaurieren an den aktuellen Wissensstand angepasst. Im zweiten Teil taucht etwa ein Spinosaurus als erster Raubsaurier auf, der eigentlich bisher nur in Nordafrika entdeckt wurde. Wenn man schon aktualisiert, hätte man aber auch gleich auf einen der riesigen Raubsaurier Südamerikas wie Giganoto- oder den ähnlich großen Mapussaurus zurückgreifen können. Auch Rieseninsekten bevölkern die Hochebene, obwohl die einige Jahrmillionen vor den Dinosauriern gelebt haben und sich nur aufgrund eines sehr hohen Sauerstoffanteils damals zu derartiger Größe entwickeln konnten. Insgesamt sollte es man also mit der wissenschaftlichen Genauigkeit bei Werken aus dem phantastischen Genre nicht allzu genau nehmen, insbesondere wenn die zugrunde liegende Fassung schon über 100 Jahre auf dem Buckel hat.
  Schließlich tauchen auch noch Urzeitmenschen und Indios auf und bringen einen zusätzlichen Aspekt und Spannungsbogen in die Handlung.

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