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Gudrun Sole
Schwarze Grafen

Text/Rahmen
2017
462 Seiten
ISBN-13: 978-3950434323
€ 16,90


Von Alfred Ohswald am 01.12.2017

  „Schwarze Grafen“ sind Besitzer von Eisenerz-Bergwerks- und dazugehörige Eisenverarbeitungs-Betrieben. Hans Adam Stampfer gehört am Erzberg in der Steiermark Mitte des 17. Jahrhunderts zu den erfolgreichen unter ihnen. Allerdings liegt über seiner Ehe mit der schönen Maria ein dunkles Geheimnis. Er lebt mit seiner Frau, seiner recht herrischen und standesbewussten Mutter, seinen drei Kindern Friedrich, Anna und Vincent und ihren Bediensteten in einem Haus.
  Friedrich, der Älteste wird von seinem Vater als Nachfolger herangezogen, fühlt sich dabei aber immer wieder überfordert. Anna, die einzige Tochter verguckt sich in den gar nicht standesgemäßen Sohn der Vorarbeiters ihres Vaters.
 
  „Schwarze Grafen“ ist natürlich ein historischer Roman aber noch mehr eine Mischung aus Liebesroman und Familiendrama. In gewisser Weise ähnelt er da den „Buddenbrooks“ von Thomas Mann mit Ausnahme des durchgehenden historischen Hintergrunds. Und in „Schwarze Grafen“ ist die Tochter Anna die Hauptfigur und damit auch reichlich Seiten die Dummheiten, die sie wegen ihrer Vernarrtheit in den Sohn des Verwalters.
  Aber schon der Anfang, wo in Krimis gerne der erste Mord passiert, erzählt hier von einem Seitensprung Marias - der Mutter der Heldin Anna - in der Vergangenheit.
  Nach 150 Seiten bricht dann endlich (!Ironie) die Pest aus und es kommt (sehr) langsam etwas Tempo in das Buch.
  Eine Kürzung mindestens um die Hälfte hätte dem Buch vermutlich ausgesprochen gut getan. Außer ein entschleunigter Liebesroman ohne Kontaktängste zu Kitsch und Klischee lag zumindest mit in der Absicht der Autorin.

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