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Der dritte Fall für Vera Rosen und Moritz Ritter

Text/Rahmen
2017
295 Seiten
ISBN-13: 978-3950434378
€ 19,90


Von Alfred Ohswald am 22.10.2017

  Bei einer etwas eigenartigen Party – Schwangere machen Gipsabdrücke von ihren Bäuchen – wird nach deren Ende die Veranstalterin ermordet. Da sie in sozialen Netzwerken sehr aktiv war, wird natürlich in dieser Szene besonders ausgiebig ermittelt. Leider bleibt dieser Mordfall nicht der einzige im Umfeld dieser Szene.
  Zuständig ist die Abteilung, in der auch die manchen Lesern bereits bekannten beiden Hauptfiguren Vera Rosen und Moritz Ritter arbeiten. Vera ist die etwas einzelgängerische und Moritz der umgänglichere Typ, darum passen sie zumindest als Berufskollegen gut zusammen. Etwas störend bei den Ermittlungen ist, dass ausgerechnet jetzt der Hund ihrer Vorgesetzten abhanden kommt und sie alles in Bewegung setzt, um ihn wieder zu finden.
 
  Ein klassischer Krimi in recht flotten und manchmal etwas ironischen aber handwerklich routinierten Tonfall erzählt. Nur manchmal kommt dem Autor der wienerische mit dem deutschen Tonfall etwas durcheinander. Wahrscheinlich, weil eine Hauptfigur Deutscher und die andere Wienerin ist. Wobei die Vorliebe des Autors für etwas gewöhnungsbedürftige Spitznamen, wie etwa „Rauschebart Tepser“, „dürrer George“, „Hipster Franz“ und dergleichen auffällt. Vielleicht übertreibt er es sogar etwas damit.
  Wer sich mit sozialen Medien nicht wirklich einigermaßen auskennt, wird bei manchen Szenen vermutlich verwundert mit dem Kopf schütteln und sich dabei „Ich bin zu alt für diesen Sch***“ denken. Auch mir war vieles völlig unbekannt und zu meiner nicht geringen Verwunderung gibt es die Gipsabdrücke von Babybäuchen tatsächlich, wie eine kurze Suchmaschinenrecherche schnell bestätigte.
  Übrigens: Die Sache mit dem Hund ist vielleicht etwas weit hergeholt, schließlich werden Polizeieinsätze schriftlich dokumentiert. Lange würde die Vorgesetzte ihren Posten nicht mehr behalten, weil sich derartiges unweigerlich herumspricht. Aber das nur nebenbei und die Leser werden es wohl ebenso wie ich gerne unter schriftstellerischer Freiheit verbuchen.

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