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Jason M. Hough
Darwin City: Die Letzten der Erde
Die Dire-Earth-Trilogie, Band 1
(The Darwin Elevator / Dire Earth Cycle 1)

Knaur
2016
Übersetzt von Simone Heller
608 Seiten
ISBN-13: 978-3426519349
€ 9,99


Von Alfred Ohswald am 09.10.2017

  Ein außerirdisches Raumschiff taucht auf und verankert einen Weltraumlift in der australischen Küstenstadt Darwin. Knapp 13 Jahre später bricht eine Seuche auf der Erde aus, die Menschen wahnsinnig werden aber in einem zombieähnlichen Zustand überleben lässt. Nur ein paar Kilometer im Umkreis um den Weltraumlift steht diese Krankheit still. Natürlich bewirkt das, dass von überall Menschen versuchen, nach Darwin zu gelangen. Einer Elite gelingt es sogar in der von den Außerirdischen am oberen Ende zurückgelassenen Raumstation unter besseren Bedingungen zu leben. Aber schlussendlich sind beide Seiten von der jeweils anderen Seite abhängig. Die Raumstation braucht etwa Wasser aus den Entsalzungsanlagen in Darwin, um Lebensmittel zu produzieren, die wiederum die Bewohner Darwins zum Überleben benötigen. Das alles erfährt man aber erst im Laufe der Geschichte.
  Das Buch beginnt mit dem aus den Niederlanden stammende Skyler Luiken. Er sund seine Crew gehören zu den ganz wenigen Menschen, die gegen dies Krankheit immun sind und die sich durch Expeditionen, bei denen sie in Darwin und der Weltraumstation benötigte Dinge besorgen, ihren Lebensunterhalt verdienen. Dabei werden sie außerhalb Darwins von den Zombies und in Darwin von der recht korrupten Führung bedrängt. Bis sie eines Tages einen nicht alltäglichen Auftrag bekommen.
 
  „Darwin City“ ist der erste, schon recht gewichtige Teil dieser Trilogie. Eine Dystopie und ein Erstkontakt-Epos, wobei zumindest in diesem ersten Teil die Außerirdischen noch ausgesprochen rätselhaft bleiben und man sie nicht zu Gesicht bekommt, übrigens ein nicht zu verachtender Aspekt der Spannung. Aber diese Bedrohung schwebt nur immer mehr oder weniger ungewiss im Hintergrund, die wirkliche Handlung zumindest in diesem Teil sind die Intrigen und Kämpfe zwischen den verschiedenen Fraktionen und der Hauptfigur Skyler zwischen alle Fronten.
  „Darwin City“ zählt zweifellos zu den beachtenswertesten Science-Fiction-Epen der letzten Jahre. Das Genre hat die Leser in letzter Zeit ja nicht gerade über Gebühr verwöhnt, mehr bei Film und Serien, denn in der Literatur. Da kommt diese wirklich gelungene und ausgesprochen spannende Trilogie gerade recht!
  Nur wer bei seiner Lektüre sehr viel Wert auf hohes Tempo legt, könnte hier falsch liegen. Es kommt zwar keine Langeweile auf, aber wie man sich beim Umfang des Buches denken kann, legt Hough die Handlung und den Hintergrund schon eher episch an.
  Leider sind beim Übersetzer oder Lektorat ein paar, glücklicherweise sehr wenige, verhunzte Stellen durchgerutscht.

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