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Martin Puntigam / Florian Freistetter / Helmut Jungwirth
Warum landen Asteroiden immer in Kratern?

Hanser
2017
288 Seiten
ISBN-13: 978-3446257276
€ 22,-


Von Alfred Ohswald am 25.09.2017

  Erneut ist ein Buch der vom kürzlich verstorbenen Heinz Oberhummer gegründeten „Science Busters“ erschienen. Es ist ihm auch gewidmet. Auch Gründungsmitglied Werner Gruber ist nicht mehr mit von der Partie, nur Martin Puntigam ist noch vom ursprünglichen Trio übrig. Dafür sind die neuen „Science Busters“ thematisch breiter aufgestellt. Als Autoren sind hier allerdings nur Astronom Florian Freistetter, Molekularbiologe Helmut Jungwirth und Martin Puntigam vertreten. Jungwirth ist unter anderem für die Artikel zu Lebensmittel zuständig, die es in dieser Form in den früheren Büchern der „Science Busters“ nicht gab.,
  Noch eine wichtige Anmerkung: Wer die „Science Busters“ überraschenderweise nicht kennt, soll die Bezeichnung in Youtube suchen, sich zurücklehnen und genießen!
  Im Buch finden sich zahlreiche recht kurze Artikel zu wissenschaftlichen Themen, die immer mehr oder weniger mit Witz erklärt werden. Immer zuerst eine „kurze Antwort“, die fast immer aus einem flapsigen, ironischen Spruch bestehen und dann aus einer „langen Antwort“. So erfährt man etwa, dass Gelsen (Schnacken für deutsche Leser) keineswegs von Licht angezogen werden und Menschen mit Alkohol im Blut und mangelhafter Hygiene attraktiv finden. Heiß umstrittene Themen, wie Tierversuche werden ebenso berücksichtigt, wie wissenschaftlich höchst relevante wie das starke Aroma des Stuhlgangs nach Bierkonsum.
  Das Themenspektrum reicht von Gravitationswellen, über die Herstellung von Laugengebäck bis zur Frage, ob Engel Säugetiere sind. Die „Science Busters“ sind übrigens in der Tradition Oberhummers strikt atheistisch und gegen jede Form von Spiritualität.und Parawissenschaften.
  Bei so kurzen Artikeln kann es natürlich leicht vorkommen, dass manche Aspekte nicht berücksichtigt wurden. Florian Freistetter schreib etwa natürlich auch über die im Titel erwähnten Asteroiden. Auch in Zusammenhang mit einem theoretischen Terraforming des Mars. Eine der dabei erwähnten Möglichkeiten sind Asteroideneinschläge beim Nordpol um das dort gefrorene Kohlendioxid in Gasform umzuwandeln und eine Treibhausatmosphäre zu generieren. Dabei erwähnt er allerdings nicht, dass der Mars aufgrund seiner geringen Masse diese Atmosphäre nicht langfristig halten könnte. Der Spass hätte also außer immensen Kosten und Risiken nur recht begrenzen Nutzen.

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