Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Andreas Pittler
Die Spur der Ikonen

Gmeiner Verlag
2017
281 Seiten
ISBN-13: 978-3839220405
€ 11,99


Von Alfred Ohswald am 12.04.2017

  Anfangs mögen die Leser etwas verwirrt reagieren, gibt es doch hier eine alternative Geschichte mit einer ÖDR, parallel zur DDR und Muhri als ihr Staatschef. Sogar ein geteiltes Wien mit einer Mauer gibt es.
  Der eigentliche Krimi handelt vom Schmuggel von Ikonen, die vermeintlich aus der sowjetischen Bruderrepublik gestohlen wurden. Bei der Übergabe wird einer der Schmuggler erwischt und verrät einen Kontaktmann. Der wird ebenfalls geschnappt, ist aber weit weniger mitteilsam und besitzt sowohl einen Pass der DDR als auch der ÖBR, also Westösterreichs. So beginnen die Ermittlungen des zuständigen Polizisten der ÖDR Peter Landsraits sich zu erschweren.
 
  Das ungewöhnliche, nicht unoriginelle fiktive Umfeld gibt Pittler reichlich Gelegenheit für augenzwinkernde Anspielungen, die er auch genüsslich nutzt. Der oben erwähnte Muhri, im tatsächlichen Leben 25 Jahre der moskautreue Chef der marginalisierten KPÖ ist nur ein augenfälliges Beispiel, das selbst viele Österreicher vermutlich nur mit Hilfe der Wikipedia o.ä. erfahren werden.
  Abgesehen vom ungewöhnlichen Hintergrund ist „Die Spur der Ikonen“ ein gediegener, handwerklich gekonnter Krimi. Nicht ohne Spannung aber in erster Linie durch die bereits erwähnten Anspielungen bemerkenswert. Flott und unkompliziert zu lesen, also auch perfektes Urlaubslesefutter, vorausgesetzt man ist zumindest ein wenig mit Österreichs Geschichte vertraut.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.