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Giancarlo De Cataldo / Carlo Bonini
Die Nacht von Rom
(La notte di Roma, 2015)

Folio
2016
Übersetzt von Karin Fleischanderl
320 Seiten
ISBN-13: 978-3852567006
€ 24,-


Von Alfred Ohswald am 30.10.2016

  Sebastiano ist der Stellvertreter des im Gefängnis sitzenden Mafiabosses Samurai und damit der heimliche Herrscher über Rom. Als der Papst ein heiliges Jahr ausruft, werden bis zu 30 Millionen Besucher in Rom erwartet und die dafür nötigen Baumaßnahmen bei der Infrastruktur erwecken Begierden sowohl in der Politik, wie auch in der Wirtschaft und damit auch in der Unterwelt.
  Ausgerechnet diese Zeit wählt der Mafiosi Fabio Desideri, um den Aufstand gegen Sebastiano und damit auch Samurai zu starten. Und er erwischt Sebastiano auf dem falschen Fuß, da der gerade nicht genügend Männer für eine große Auseinandersetzung unter seinem Befehl hat.
 
  „Die Nacht von Rom“ ist eine Fortsetzung zu „Suburra“, das ungefähr die gleiche Thematik hatte, politische Intrigen und die Mafia im Kampf um die Macht in Rom. Zuerst spielt noch die Politik die Hauptrolle und nur ab und zu flackert Gewalt auf aber das steigert sich gegen Ende des Romans zunehmend.
  Anfangs mag sich mancher Leser etwas schwer tun, durch die schnell wechselnden Perspektiven und Personen in die Handlung einzusteigen. Wie bei vielen guten Büchern, kommt aber dann bald der Punkt, bei dem von der erzeugten Spannung und den hervorragend gezeichneten, komplexen Charakteren mitgerissen wird. Auch der Stil – besonders die Darstellung der Dialoge – ist auch etwas Gewöhnungsbedürftig, aber auch damit kommt man bald zurecht.
  Da Giancarlo De Cataldo Richter ist, kann man davon ausgehen, dass er weiß, worüber er schreibt. Kenntnisse über italienische Verhältnisse sind hilfreich und machen das Lesen noch interessanter, sind aber nicht unbedingt nötig.

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