Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Harlan Coben
Das Grab im Wald
(The Woods, 2007)

Goldmann
2008
Übersetzt von Gunnar Kwisinski
480 Seiten
ISBN-13: 978-3442465996
€ 8,95


Von Alfred Ohswald am 08.02.2014

  Staatsanwalt Paul Copeland klagt zwei Söhne reicher Männer wegen Vergewaltigung an und wird von diesen Vätern mit allen Mitteln unter Druck gesetzt. Sie setzen auch ein Detektivbüro auf ihn an, um in seiner Vergangenheit etwas zu finden, was sich gegen ihn verwenden ließe.
  Zur gleichen Zeit wird ein ermordeter Mann aufgefunden, den Copeland zwanzig Jahr lang für tot gehalten hat. In seiner Jugend kam es während eines Aufenthalts in einem Ferienlager zu einem vierfachen Mord, bei dem dieser Mann angeblich unter den Opfern war. Allerdings wurden nur zwei Leichen gefunden. Weil auch seine Schwester angeblich bei diesem Mord getötet wurde, macht sich Copeland jetzt Hoffnungen, dass auch seine Schwester noch leben könnte, weil auch ihr Körper nicht entdeckt worden war.
 
  Etwa die erste Hälfte des Buches laufen die beiden Handlungen, auf der einen Seite der Vergewaltigungsfall und auf der anderen die Geschichte aus der Vergangenheit, parallel nebeneinander her. Dadurch erinnert es etwas an Justiz-Thiller a la John Crisham. Anfangs braucht man wegen dieser Komplexität auch ein wenig, um in die Handlung reinzufinden. Aber man wird für die kleine Mühe mit einer flott und schnörkellos erzählten Krimi-Strory belohnt. Typisch für das Genre sind einige recht überraschende Wendungen. Neben der hervorragenden Handlung kann man auch über die interessanten Charaktere nicht klagen und das ganze wird durch Cobens treffsichere Formulierkunst perfekt.
  Der Roman ist absolut nicht satirisch oder humoristisch aber andererseits kann man die Gedanken leidgeprüfter Eltern wohl kaum pointierter ausdrücken, als mit den folgenden Worten:
  „Als wir zu Hause waren, schaltete Cara sofort und ohne um Erlaubnis zu fragen den Fernseher an und sah sich eine Folge von ‚SpongeBob’ an. ‚SpongeBob’ schien immer zu laufen. Ich hatte mich schon mehrfach gefragt, ob es einen eigenen ‚SpongeBob’-Sender gab. Außerdem gab es offenbar nur ungefähr drei verschiedene Folgen dieser Serie. Das störte die Kids allerdings absolut nicht.“

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.