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Karl Kraus
Aphorismen

Verlag Volk und Welt
1982


Von Alfred Ohswald am 27.01.2014

  Kraus’ Aphorismen gehören wohl zu den am häufigsten zitierten Sagern. Man kann eigentlich nur einige Beispiele anführen, um herauszufinden, ob diese Texte persönlich gefallen. Natürlich ist diese Sammlung kaum zum durchlesen in einem Rutsch geeignet, sondern eher klassische Klo-Lektüre. Oder zum Nachschlagen, um sie selbst bei passenden Gelegenheiten zu zitieren.
 
  Hier also einige Beispiele:
  Der „Verführer“, der sich rühmt, Frauen in die Geheimnisse der Liebe einzuweihen: Der Fremde, der auf dem Bahnhof ankommt und sich erbötig macht, dem Fremdenführer die Schönheiten der Stadt zu zeigen.
  Es kommt nicht auf das Äußere einer Frau an. Auch die Dessous sind wichtig.
  Journalist heißt einer, der das, was der Leser sich ohnehin schon gedacht hat, in einer Form ausspricht, in der es eben noch nicht jeder Kommis imstande wäre.
  Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen?
  An dem deutschen Kaffe habe ich eine übertriebene Nachgiebigkeit gegenüber der Milch beobachtet. Er erbleicht, wenn sie nur in seine Nähe kommt. Das könnte auch ein Bild von der Beziehung der Geschlechter in diesem Lande sein.
  Das österreichische Leben hat eine Entschädigung: Die schöne Leich.
 
  Na? Appetit auf mehr bekommen?

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