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Ruben Wickenhäuser (Hrsg.)
Das steinerne Auge

Bookspot
2009
363 Seiten
ISBN-13: 978-3937357355
€ 19,80


Von Alfred Ohswald am 26.08.2009

  So üblich Anthologien im Krimi- oder Science Fiction-Genre sind, so doch eher selten sind sie historischen Erzählungen. In „Das steinerne Auge“ steuern die Autoren und Autorinnen Martina André, Angeline Bauer, Jörgen Bracker, Malachy Hyde, Sabine Ebert, Peter Erfurt, Klas Ewert Everwyn, Harald Gröhler, Olaf Kappelt, Beate Klepper, Tessa Korber, Lea Korte, Walter Laufenberg, Oliver Pifferi, Heidi Rehn, Alessa Schmelzer, Sabine Wassermann und Barbara Zoeke gleich 17 Erzählungen zum Thema Spitzel, Geheimnisse und Verrat bei.
  Die Geschichten ziehen sich von „Millionen Jahre“, dass im alten Ägypten des berühmten Ketzerpharaos Echnaton im 14. Jahrhundert v.Chr. spielt, bis in die nahe Zukunft im Jahr 2022, wo das Schicksal eines Opfers von Datenmissbrauch beschrieben wird. Nur die erste Geschichte, die im antiken Ägypten spielt und die dritte Geschichte, die von der Vorgeschichte der Christenverfolgung im Rom Neros erzählt, sind alle im Gebiet des heutigen Deutschland angesiedelt.
  Eigentlich erwartet man recht unterschiedliche ?eiträge, doch es wird ein durchgehend recht beachtliches Niveau geboten. Kaum eine Erzählung, die wirklich negativ auffällt aber auch nicht der eine Geniestreich. Positiv fällt der gelungene Stil bei „Das verratene Briefgeheimnis“ über die Jugend Friedrich des Großen auf. Aber der Autor leistet sich beim Erzählen ein paar Vorgriffe in die Zukunft aus Friedrichs Sicht, was wiederum recht unpassend wirkt. Ein auch bei anderen Erzählungen in dem Buch anzutreffender Makel.
  Das Resümee ist aber insgesamt positiv, dem rührigen Bookspot-Verlag ist damit einer der Höhepunkte in seinem Verlagsprogramm gelungen.

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