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Brian Ruckley
Winterwende
Die Welt aus Blut und Eis 1
(Winterbirth, 2006)

Piper
2007
Übersetzt von Birgit Ress-Bohusch
600 Seiten
ISBN-13: 978-3492701433
€ 14,-


Von Alfred Ohswald am 12.07.2008

  Eine vor gut 100 Jahren in den Norden verdrängte Gruppe von Anhängern einer eigenen Glaubensrichtung stößt in einem Überraschungsangriff wieder in ihre einstigen Gebiete vor. Die dortigen Herrscher sind geschwächt, weil sie ihrem gemeinsamen Herrn Truppen für seine ehrgeizigen Pläne stellen mussten.
  Die beiden Oberhäupter der Clane im Norden und im Süden verfolgen ihre eigen Pläne und scheuen dabei vor keiner Intrige zurück. Doch es git weitere Beteiligte, wie die bisher in ihren Wäldern zurückgezogen lebenden Waldelfen, bei denen eine uralte Feindschaft zwischen zwei Stämmen erneut in ausufernder Wildheit losbricht.
  Und dann gibt es noch die Mischlinge mit ihren übersinnlichen Fähigkeiten, gefürchtet und gehasst sowohl von Menschen als auch von den Waldelfen. Einer dieser Mischlinge mit überaus starken aber noch unausgebildeten Fähigkeiten versucht voller Ehrgeiz mit Hilfe dieser Konflikte Macht zu erlangen. Der ihm entgegenschlagenden Abneigung begegnet er mit mindestens ebenso heftigem Hass.
  Vor diesem Hintergrund befinden sich Orisian und seine Schwester Anyara auf der Flucht. Die Burg ihres Vaters fiel als erste samt ihrer Besatzung dem Ansturm der Feinde aus dem Norden zum Opfer. Und die Eroberer wollen es auf keinen Fall zulassen, dass es Überlebende gibt, die in der Zukunft Anspruch auf den Thron der eingenommenen Gebiete erheben könnten.
 
  Nicht nur der deutsche Titel des Epos lässt zuerst an George R. R. Martin denken. Auch sonst kann Brian Buckleys Debütroman diesen Einfluss nicht leugnen. Aber das gilt ja für viele moderne Fantasy-Romane, so wie für klassische Fantasy immer wieder Tolkien mehr oder weniger berechtigt als Vorbild und Vergleich herangezogen wird.
  Brian Buckley hat sowohl eine tief ausgearbeitete Mythologie und Geschichte für seine Hintergrundwelt beschaffen, als auch eine komplexe und trotzdem gut verständliche erzähle, spannende Handlung und interessante Charaktere zustande gebracht.
  Zur Zeit tauchen eine Menge neue Autoren im Fantasy-Genre auf, die sich der modernen Fantasy jenseits von Tolkien zuwenden. Brian Buckley ist einer dieser Autoren und kann sich durchaus in ihren Reihen behaupten. Wenn er dieses Niveau halten kann, wird er keine Probleme haben, eine begeisterte Leserschaft zu finden.

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