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Kai Meyer
Seide und Schwert
Das Wolkenvolk 1

Loewe Verlag
2006
407 Seiten
€ 16,90


Von Alfred Ohswald am 01.06.2006

  Erneut hat sich Kai Meyer, nach der erfolgreichen Trilogien um die Fließende Königin und die Wellenreiter und dem Einzelband um die Frostkönigin an eine Fantasy-Trilogie herangewagt. Dieses Mal lässt er seiner wirklich beeindruckenden Phantasie vor einem chinesischen Hintergrund und ihren Mythologien freien Lauf.
 
  Das Volk von Niccolo lebt seit Jahrhunderten auf einer großen Wolke, die mit Hilde des geheimnisvollen Äthers und einer vom legendären Leonardo erfundenen Technologie über 2000 Meter über der Erde dahingleitet. Doch eines Tages versagt diese Technik, die schon lange niemand mehr aus Niccolos Volk versteht und die Wolke sinkt und bleibt zwischen drei Bergen hängen. Es wird unbedingt Äther gebraucht, um die Maschinen wieder in Gang zu setzen und Äther ist der Atem der Drachen. So wird Niccolo ausgesandt, um diese legendären Drachen zu finden und Äther zum Wolkenvolk zu bringen.
  Die Wolke landete in China und Niccolo macht nach seiner Landung bald Bekanntschaft mit den dort lauernden Gefahren. Nur die Hilde einer mit geradezu übermenschlichen Fähigkeiten ausgestattete Schwertkämpferin rettet ihm das Leben vor Horden blutrünstiger Baumdämonen.
  Diese Schwertkämpferin verlässt ihn zwar bald wieder aber er findet andere Begleiter, die ihm helfen. Bald sind sie eine reichlich seltsame Truppe auf der Suche nach dem geheimnisumwitterten Friedhof der Drachen.
 
  Kai Meyer enttäuscht seine Leser nicht. Wie in seinen vorhergehenden Fantasy-Büchern für Jugendliche, bietet er auch hier wieder ein wahres Feuerwerk an originellen Einfällen und Ideen auf. Potentielle Leser sollen sich durch die Bezeichnung „Jugend-Fantasy“ keinesfalls abschrecken lassen, bei Kai Meyer ist es schon eher ein Qualitätsmerkmal.
  Einiges in dem Buch erinnert an die allgegenwärtigen asiatischen Zeichentrickserien und an die aktuellen Filme, mit Helden die unbeeindruckt von der Schwerkraft ihre epischen Kämpfe austragen. Andere Dinge sind von chinesischen Mythologien inspiriert aber Kai Meyer hat immer auch noch selbst eine Menge phantastischer Einfälle zu bieten.
  Bei ihm läuft man nicht Gefahr, an jeder Ecke den sonst in der Fantasy gewohnten Zauberern, Orks, Elfen, Zwerge, usw. über den Weg zu laufen. Bei ihm leitet sich Fantasy tatsächlich noch von Phantasie ab.

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