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Jerome K. Jerome
Drei Männer auf Bummelfahrt
Gelesen von Hans Eckardt
(Three Men on the Bummel, 1900)

Verlag und Studio für Hörbuchproduktionen
2006
Übersetzt von Renate Orth-Guttmann
€ 18,90 [D] 19,60 [A]


Von Alfred Ohswald am 23.05.2006

  Nach „Drei Mann in einem Boot“, seinem großen Erfolg, schrieb Jerome K. Jerome, im Buch nur J. genannt, 11 Jahre später erneut über eine gemeinsame Reise mit seinen freunden George und Harris.
  Es beginnt mit den taktischen Tricks, mittels derer sich die verheirateten J. und Harris von ihren Frauen loseisen wollen. Nachdem sich herausstellt, dass diese ganz froh sind, ihre Männer eine Zeit vom Hals zu haben, beginnen sie die Reise etwas verstimmt.
  Die Bummelfahrt soll eine Radtour durch Deutschland werden, von Hamburg über Hannover, Berlin, Dresden, Nürnberg, Stuttgart und in den Schwarzwald und die Vogesen. J. beschreibt die besuchten Städte, ihre Bewohner und recht typische Reiseerlebnisse – zumindest für die Jahrhundertwende. Diese – immer recht witzigen – Erlebnisse machen den Hauptteil des Berichts aus. Allgemeine Betrachtungen über Gott und die Welt und seine zwei Reisegenossen im Besonderen spielen lange nicht mehr eine so große Rolle, wie in „Drei Mann in einem Boot“. Und so ist zwar auch „Drei Männer auf Bummelfahrt“ ein archetypischer Vertreter britischen Humor, kann aber an den besonderen Charme seines Vorgängers nicht mehr ganz heranreichen. Waren doch gerade diese launischen Betrachtungen das Salz in der Suppe von „Drei Mann in einem Boot“.
  Unterhaltsam und witzig ist „Drei Männer auf Bummelfahrt“ noch allemal, die Genialität von „Drei Mann in einem Boot“ erreicht es nicht mehr.
 
  Das gleiche könnte man - in abgeschwächter Form – auch für das Hörbuch sagen. Hans Eckard macht seine Sache als routinierter Sprecher hervorragend, kann aber nicht ganz den Charme von Götz Alsmann als Precher der Hörbuchversion von „Drei Mann in einem Boot“ entwickeln.

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