Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Dan Simmons
Olympos
(Olympos, 2005)

Heyne
2006
Übersetzt von Peter Robert
957 Seiten
€ 15,- [D] 15,50 [A]


Von Alfred Ohswald am 21.02.2006

  Endlich ist die Fortsetzung des großartigen „Ilium“ da! Simmons schließt diesen Epos in „Olympos“ ab, alle diese äußerst komplexen Handlungsstränge werden hier zu einem Ende zusammengeführt. Die Leser erfahren, wer die olympischen Götter auf dem Olymp am Mars wirklich sind, was es mit den rätselhaften Köpfen rund um das Meer am Mars auf sich hat, woher die „Voynixe“ stammen und was sonst noch alles an Fragen in „Ilium“ offen blieb.
  Achilles sorgt für einigen Wirbel bei den Göttern am Olymp und beim endgültigen Schicksal dieses Überhelden blitzt sogar einmal deutlich Simmons feiner Sinn für Humor durch. Die Moravecs starten eine Expedition zur Erde, der richtigen Erde, wo die wenigen Altmenschen einen chancenlosen Überlebenskampf gegen die außer Rand und Band geratenen Voynixe führen. Und die Irrfahrt des Odysseus führt hier nicht nur über das Mittelmeer, um schließlich doch in Ithaka zu landen.
 
  Simmons streift in seinem großartigen Science-Fiction-Epos zahlreiche Themen auf, von der Religion bis zum Konflikt zwischen Arabern und Juden. Sein zentrales, alles verbindende Thema bleibt aber die schöpferische Kraft der Literatur. Wobei hier natürlich - wie der Titel beider Teile nahe legt - Homer als erster Literat der Menschheit eine gewichtige Rolle spielt. Die beiden wichtigsten Nebenrollen können Shakespeare und Proust für sich in Anspruch nehmen.
  Wie schon bei seinem Meisterwerk „Hyperion“, kann auch hier der 2. Teil nicht ganz mit der erzählerischen Kraft und Fülle des 1. Teils mithalten. Die Auflösung ist oft nicht so spannend, wie die Rätsel zuerst erscheinen, aber schlussendlich gehören beide Bücher untrennbar zusammen.
  Nach der doch etwas langen Zeit seit dem Erscheinen des 1. Teils werden wahrscheinlich auch etliche Leser Mühe haben, wieder in diese äußerst komplexe Geschichte einzusteigen. Wer Zeit und Lust hat, soll deshalb den 1. Teil noch mal lesen, bevor er sich an „Olympos“ herwagt.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.