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Bruno Jonas
Kaum zu glauben – und doch nicht wahr

Blessing
2005
285 Seiten
€ 18,- [D] 18,50 [A]


Von Alfred Ohswald am 07.10.2005

  Bruno Jonas gehört mittlerweile zum Urgestein der deutschen Kabarettszene und dürfte nicht zuletzt durch seine langjährige Mitwirkung beim „Scheibenwischer“ auch weitgehend allgemein bekannt sein. „Kaum zu glauben – und doch nicht wahr“ - nicht sein erstes Buch – ist dann auch eine Art ausführlichere und tiefschürfendere Version seiner Kabarettprogramme. Der literarischen Form angepasst, etwas weniger auf Pointen ausgerichtet und deutlich privater. Private Erlebnisse und Betrachtungen spielen dann auch eine wesentliche Rolle und auch sein Hang zur Philosophie macht sich in mehrfacher Hinsicht bemerkbar. Neigt er doch zu – zugegebenermaßen nicht immer ganz ernst gemeinten – philosophischen Fragestellungen und Betrachtungen und plündert gerne immer wieder die Requisitenkammer der Klassiker. Ein wenig wie Kabarett in Buchform für Bildungsbürger, könnte man überspitzt dazu sagen.
  Natürlich dürfen auch Politik & Wirtschaft nicht zu kurz kommen. Allerdings wurde das Buch vor dem Ergebnis der Bundestagswahlen fertiggestellt und Jonas konnte deshalb das Wahlergebnis hier nicht mehr kommentieren. Schade – ist es doch fast ein Wunschergebnis aus der Sicht eines Kabarettisten und wird auch im Laufe der Koalitionsverhandlungen aller Voraussicht noch reichlich Stoff zu bieten haben.
  Aber Jonas hat auch ohne diesen ergiebigen Steinbruch genug zu erzählen und beschäftigt sich hier ohnehin mehr mit philosophischen oder privaten Themen – die Tagespolitik spielt nur eine Nebenrolle. Der Mensch allgemein und Bruno Jonas selbst im Speziellen werden hier von allen Seiten mal staunend, mal kritisch aber meist mit einem Augenzwinkern unter die Lupe genommen. Es ist schlussendlich doch ein sehr privates Buch geworden.

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