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Christophe Blain
Isaak der Pirat 1
Amerika
(Isaac le Pirate 1 – Les Amériques, 2001)

Reprodukt
2005
Übersetzt von Kai Wilksen
48 Seiten
€ 12,- [D] 12,40 [A]


Von Alfred Ohswald am 07.07.2005

  Nach einem Streit mit seiner Verlobten wird der Maler Isaak Sofer auf der Straße von einem fremden Mann wegen seiner Malerei angesprochen, weil er ein Bild unterm Arm trägt. Er lädt ihn in eine Schenke ein und stellt sich als Arzt vor. Beim Gespräch bemerken sie eine gemeinsame Begeisterung für die Seefahrt und der Fremde lädt Isaak spontan zu einer zweitägigen Schiffsreise ein. Isaak stimmt zu und sein Leben nimmt ab jetzt einen völlig anderen Lauf.
  Anstatt nach zwei Tagen wieder zu Hause, landet er auf dem Schiff des Piraten Jean Mainbasse als eine Art bildnerischer Logbuchführer. Er soll die Abenteuer des Piraten dokumentieren, denn der ist ehrgeizig und hat Bedeutendes vor.
 
  Christophe Blain hat mit „Isaak der Pirat“ ein Abenteuercomics in der Art von Hugo Pratts „Corto Maltese“ und Francois Bourgeons „Reisende im Wind“ gestartet. Ähnlich wie bei Pratt, sind seine Zeichnungen nicht streng naturalistisch aber erzählerisch noch was die Atmosphäre betrifft erreicht er dessen Klassiker „Südseeballade“ noch nicht ganz. Dafür ist „Isaak der Pirat“ leichter zugänglich. Man sollte sich nicht von den Zeichnungen abschrecken lassen, man gewöhnt sich recht schnell an diesen ungewöhnlichen Stil, ja man beginnt ihn bald zu schätzen.
  Die Geschichte ist eher konventionell, zumindest in diesem ersten Teil. Blains Stärke sind seine originellen, plastischen Charaktere. Vor allem der charismatische Piratenkapitän Jean Mainbasse ist schnell ans Herz gewachsen und sorgt mit seinen Reaktionen oft für das eine oder andere Schmunzeln.
  So lange sie Künstler wie Christophe Blain hervorbringt, bleibt die europäische Comicsszene unverwechselbar, eigenständig und quicklebendig. Einerseits fest in der Tradition von Hergé & Co. wurzelnd und doch erfreulich innovativ und risikofreudig.

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