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Torsten Sträter
Postkarten aus der Dunkelheit
Jacks Gutenachtgeschichten 2

Eldur
2005
195 Seiten
€ 7,95


Von Alfred Ohswald am 05.07.2005

  Der Eldur-Verlag brachte den 2. Teil von Torsten Sträters Reihe mit Horror-Erzählungen „Jacks Gutenachtgeschichten“ gleich zusammen mit seinem Vorgänger „Hämoglobin!“ heraus. Oft werden in der ersten Veröffentlichung einer Buchreihe mit Erzählungen die besseren Storys im 1. Band gedruckt, der ja möglichst das Interesse des Publikums wecken soll. Hier ist das nicht geschehen, die Erzählungen in „Postkarten aus der Dunkelheit“ sind mindestens auf dem gleichen Niveau, wie in „Hämoglobin!“.
  Die Titelgeschichte, „Heiliger Krieg: Einer muss es ja machen“ und „Strangers in the Night“ stechen hier besonders positiv hervor. In allen drei Erzählungen spielt das phantastische Element eine große Rolle, sie würden auch gut in einen Erzählband mit Dark-Fantasy passen. Torsten Sträter scheint zu besonderer Hochform aufzulaufen, wenn er seiner Phantasie freien Lauf lassen kann. Da quillt alles geradezu über vor lauter originellen und obskuren Ideen. Die ersten beiden Geschichten würden sich durchaus als Grundlage für einen Roman eignen, das gilt aber für viele gelungene Erzählungen.
  Wem „Hämoglobin!“ gefallen hat, kann hier ohne Bedenken auch zugreifen. Zum Kennenlernen des Autors ist „Postkarten aus der Dunkelheit“ eher empfehlenswerter. Wer allerdings Probleme mit blutrünstigen Szenen hat, soll besser die Finger von Torsten Sträters Büchern lassen. Er ist kein Poe oder Lovecraft, wo der Horror nur unterschwellig daherkommt, beim ihm geht’s oft recht grausig zur Sache. Nicht zuletzt beherrscht er auch Satire und Ironie ganz gut, setzt sie allerdings meist recht vorsichtig dosiert ein.

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