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Kôji Suzuki
The Ring

Heyne
2005
Übersetzt von Bernhard Liesen und Katrin Marburger
301 Seiten
€ 6,- [D] 6,20 [A]


Von Alfred Ohswald am 01.07.2005

  Durch Zufall erfährt der junge Journalist Kazuyuki Asakawa von vier Jugendlichen, die am gleichen Tag, zur selben Zeit völlig überraschend an Herzversagen gestorben sind. Nach einigen Recherchen erfährt er, dass sie eine Nacht gemeinsam in einer Blockhütte einer Feriensiedlung verbracht haben. Es sucht diese Blockhütte auf und stößt auf eine seltsame Videokassette. Der eher verwirrende Inhalt endet mit einer Botschaft auf dem Bildschirm: „Wer dieses Video gesehen hat und die folgenden Instruktionen nicht befolgt, wird genau eine Woche später sterben“. Fatalerweise hat irgendwer diese Instruktionen am Ende des Films, unbeabsichtigt, wie sich später herausstellt, mit einer Fernsehsendung überspielt. Wären nicht die vier toten Jugendlichen, würde Asakawa diese Drohung kaum ernst nehmen, so aber fürchtet er um sein Leben.
  Er weiht seinen besten Freund, den etwas exzentrischen Ryuji, ein, der darauf besteht, sich das Video ebenfalls anzusehen. Dann machen sich beide auf die Suche nach der Lösung des Rätsels, ständig den drohenden dem Tod nach Ablauf der Frist im Nacken. Nach etwa der Hälfe der ihnen verbleibenden Zeit haben sie die Spur eines ungewöhnlichen Mädchens entdeckt, das hinter diesem Fluch zu stecken scheint.
 
  Der Erfolg dieses Romans wurzelt in einen Low-Budget-Film des Regisseurs Nakata Hideo, der bei den Horrorfans bald Kultstaus erreichte und dann auch in Amerika neu verfilmt wurde. Wie so oft, kam dadurch auch der Roman in die Bestsellerlisten.
  Verdient hat er es durchaus. Suzuki hat hier eine neue, originelle Idee zu einer wirklich spannenden Geschichte verarbeitet. Auch seine Haupt-Charaktere sind recht abwechslungsreich und nicht im, oft im Horror-Genre anzutreffenden, starren Schwarz-Weiß-Schema verhaftet. Die Spannung ergibt sich schon fast von allein aufgrund des Handlungsablaufs, aber trotzdem gehört noch Geschick dazu, keine Längen dazuwischen aufkommen zu lassen.
  So nebenbei erfährt man beim Lesen auch einiges über die japanische Mentalität, nicht zuletzt den etwas eigenartigen Umgang der Männer mit ihren Ehefrauen. Besonders die Hauptfigur Asakawa zeigt hier, als eigentlich anständiger Ehemann, für den europäischen oder amerikanischen Leser recht eigenartige Wesenszüge.

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