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Bill Fitzhugh
McJesus
(Cross Dressing, 2000)

Droemer Knaur
2005
Übersetzt von Monika Curths
400 Seiten
€ 8,90 [D] 9,20 [A]


Von Alfred Ohswald am 02.06.2005

  Nach "Der Kammerjäger" lieferte Bill Fitzhugh mit "McJesus" seine zweite turbulente Komödie in Buchform ab. Dieses Mal verschlägt es einen eiskalten Werbeprofi in die Rolle eines Priesters und an die Seite einer Nonne, die verzweifelt um den Fortbestand ihres Care Centers kämpft. Wobei seine relativ schnelle Wandlung vom Saulus zum Paulus wohl die große Schwachstelle des Romans ist. Wie schon in „Der Kammerjäger“, spielen auch hier wieder Killer, die der Hauptfigur auf den Fersen sind, eine Rolle, wenn auch nur am Rande.
  In erster Linie steckt in dem Buch, hinter aller Satire, eine kräftige Portion Gesellschafts- und Religionskritik. Besonders was die katholische Kirche betrifft, macht der Katholik Fitzhugh aus seinen Ärger über manche ihrer Praktiken kein Hehl. „McJesus“ ist auch nicht immer so witzig, wie sein Vorgänger. Der Stil ist der Gleiche, aber es steckt merkbar mehr ernsthafte Absicht hinter diesem Buch. Über manche Dinge, wie z.B. die Flüchtlingssituation in Afrika, will sich auch Fitzhugh nicht lustig machen. Was sicher nicht am Mangel an der Fähigkeit dazu liegt. Trotzdem gibt es noch immer reichlich komischen Szenen, Langweilig ist das Buch auf jeden Fall an keiner Stelle.

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