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Robert Silverberg (Hrsg.)
Legenden
Lord John, der magische Pakt und andere Abenteuer von Diana Gabaldon, George R. R. Martin, Orson Scott Card, Robin Hobb und Robert Silverberg
(Legends II, Teil 1, 2004)

Piper
2005
542 Seiten
€ 15,- [D] 15,50 [A]


Von Alfred Ohswald am 03.05.2005

  Bereits ein Mal gelang es Herausgeber Robert Silverberg, einige der bekanntesten Fantasyautoren für die Anthologie „Der 7. Schrein“ zu gewinnen. Jeder steuerte eine Erzählung bei, die in seinem bekanntesten Fantasy-Universum spielte. Der große Erfolg sorgte wohl dafür, das Selbe noch Mal zu versuchen und mit „Legenden“ liegt die erste Hälfte dieses 2. Teils jetzt auch in deutscher Sprache vor.
  Robert Silverberg, Orson Scott Card und George R. R. Martin waren schon im 1. Teil vertreten und steuerten auch hier wieder eine Geschichte bei, Diana Gabaldon und Robin Hobb sind die „Neueinsteiger“. Das Niveau ist bei einer solchen beeindruckenden Autorenliste dann auch erwartungsgemäß ziemlich hoch. Mancher der schwächeren Erzählungen würden in einer anderen Anthologie noch immer recht positiv hervorstechen.
 
  Diana Gabaldon: Lord John und der magische Pakt
  (Lord John and the Succubus, 2004)
  Übersetzt von Barbara Schell
 
  Diana Gabaldons Romane um den homosexuellen Lord John sind wohl eindeutig historische Krimis und keine Fantasy und das gilt auch für diese Erzählung. Was aber ihre Qualität keineswegs schmälert. Trotz Themenverfehlung ein Gewinn, sozusagen.
  Sie spielt während der Kriege zwischen Franzosen und Österreichern auf der einen Seite und Preußen und England an der anderen im Deutschland des 18. Jahrhunderts. Eine Verschwörung, in deren Mittelpunkt ein angeblich herumspukender Sukkubus die Hauptrolle spielt, bildet den Handlungsrahmen und das Rätsel, das der sympathische Ermittler zu entwirren versucht.
 
  George R. R. Martin: Das verschworene Schwert
  (The Sworn Sword, 2004)
  Übersetzt von Andreas Helweg
 
  Die schon seit langem nach dem nächsten Teil seines immer größer werdenden Epos „Das Lied von Feuer und Eis“ hungernde Fangemeinde von Martin wird sich wohl mit Begeisterung auf jede Geschichte aus seiner Feder stürzen. „Das verschworene Schwert“ ist sicher kein Geniestreich aber sicher auch keine komplette Enttäuschung.
  Sie handelt vom Konflikt des Heckenritters Dunk und seines Knappen Ei zwischen Loyalität und Vernunft. Dunk gerät als Ritter eines verarmten Burgherren in seine Auseinandersetzung mit einer deutlich mächtigeren Nachbarin. Beide Seiten haben gute, sogar rechtschaffene Gründe für den Streit und gerade darum lässt er sich kaum ohne Blutvergießen lösen.
 
  Orson Scott Card: Die Yazoo Queen
  (The Yazoo Queen, 2004)
  Übersetzt von Uwe Anton
 
  Orson Scott Card steuert hier, wie schon im ersten Teil, wieder eine Erzählung zu seiner Reihe „Die Legende von Alvin Maker“ bei. Und wie dort, gehört auch diese Geschichte nicht unbedingt zu den Glanzlichtern dieser Anthologie.
  Wieder ist Alvin Maker mit Arthur Stuart unterwegs. Dieses Mal auf einem Flussschiff in den Süden, auf dem auch Sklaven transportiert werden. Diesen Hintergrund benutzt Card, um seine Figuren mit einigen bekannten historischen Persönlichkeiten zusammentreffen zu lassen. Allerdings in völlig anderen Rollen und auch aus verschiedenen Zeiten. Bowie, Lincoln und Cassius Clay haben nicht unbedingt zur selben Zeit gelebt.
 
  Robin Hobb: Heimkehr
  (Honecoming, 2004)
  Übersetzt von Wolfgang Thon
 
  Robin Hobbs Geschichte spielt in ihrer Welt der Zauberschiffe und hat die in der Fantasy wahrlich nicht übliche Form des Briefromans. Ein originelles Experiment und noch dazu recht gut gelungen.
  Eine verwöhnte Adlige gerät wegen politischer Umstürzleraktivitäten ihres Mannes auf ein Emigrantenschiff auf dem Weg in die Verbannung. Es erwarten sie ein gnadeloser Dschungel und noch ärgere Gefahren. Doch gerade die steigernden Anforderungen stärken und verändern die Frau von Grund auf.
 
  Robert Silverberg: Das Buch der Veränderungen
  (The Book of Changes, 2004)
  Übersetzt von Jürgen Langowski
 
  Herausgeber Robert Silverberg steuert wieder eine Geschichte zu seinem „Majipoor“-Zyklus bei. Damit aber leider auch einen der schwächeren Beiträge.
  Es geht um einen leichtlebigen Dichter, der in der Gefangenschaft über sich hinauswächst und sein großes Lebenswerk schreibt.

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