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Jude Fisher
Der Jahrmarkt der Magier
Zaubergold 1
(Sorcery Rising. Book One of Fool’s Gold, 2002)

Blanvalet
2004
Übersetzt von Katherina Volk
608 Seiten
€ 9,95 [D] 10,30 [A]


Von Alfred Ohswald am 01.05.2005

  Jedes Jahr treffen sich die Nordmänner aus Eyra und die südländischen, fanatisch gläubigen Menschen aus Istria zu einem Markt. In der Vergangenheit führten sie häufig Kriege gegeneinander und die Feindseligkeiten schwelgen noch immer heftig unter den gemeinsamen Interessen an Handel und Geschäften. Als dieses Jahr auch das fahrende Volk auf dem Markt auftaucht, bringt es ohne sein Wissen einen jungen Magier mit einer sehr gefährlichen Begleiterin mit, die sich Rosa Eldi nennt. Politische Intrigen, Übertretungen der strengen religiösen Gebote, verletzte Eitelkeiten und nicht zuletzt die junge, im wahrsten Sinn bezaubernde Frau namens Rosa Eldi sorgen bald für zunehmende Unruhe.
  Katla Aransen, ein junger Wildfang, begleitete ihren Vater dieses Jahr und gerät bald mit den religiösen Tabus der Istriaer und den Heiratsplänen ihres Vaters für sie in Schwierigkeiten. Die Istriaer wollen sie sogar auf dem Scheiterhaufen sehen.
  Der junge Istriaer Sato begleitet ebenfalls seinen Vater zum Markt, um eine Frau aus gutem Haus für seinen eitlen, selbstsüchtigen älteren Bruder zu finden. Sie haben schon eine interessante Kandidatin gefunden, müssen aber noch den beachtlichen Brautpreis aufbringen. Deshalb müssen sie versuchen, bei den immer beim Markt abgehaltenen Wettkämpfen zu gewinnen und auch ihre Ware an den Mann zu bringen.
  Niemand ahnt allerdings, dass sich die seit vielen Jahren verschwunden geglaubte Magie wieder zu rühren beginnt. Seltsame Ereignisse geschehen und ein mächtiges, tief in der Erde eingesperrtes Wesen beginnt sich zu rühren. Und die Rosa Eldi und eine Katze sind auch viel seltsamere Wesen, als sie lange Zeit zu sein scheinen.
 
  Der Hintergrund dieser Fantasy-Serie ist recht simpel gehalten, man nehme nur leicht verfälschte Wikinger, Araber und Sinti und lasse sie in einer fiktiven Welt aufeinander los. Dazu noch eine kräftige Portion Magie, die in diesem ersten Teil allerdings noch keine so große Rolle spielt, wie der Titel vermuten lassen würde, und ein paar mächtige Wesen, und fertig ist diese Fantasywelt.
  Jude Fisher lässt die Handlung des Buches dann langsam und ausführlich auf breitem Raum entstehen, zahlreiche Figuren tauchen auf, begegnen sich manchmal und verschwinden dann für einige Zeit wieder. Allerdings kann man sich darauf verlassen, dass die Autorin sie nicht umsonst eingeführt hat. So ziemlich jede spielt in der Handlung noch eine wichtige Rolle.
  Die zahlreichen Charaktere und die breit angelegte, verschlungene Handlung sind dann auch die Stärken des Romans. Manche der Figuren macht dann im Laufe der Handlung auch eine ziemlich radikale Wandlung durch. Man darf wirklich gespannt sein, wie sich das Epos entwickelt, positive Ansätze wären reichlich vorhanden.

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