Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Clive Woodall
Vogelherz
Gelesen von Peer Augustinski
(One For Sorrow, Two for Joy, 2002)

Random House Audio
2005
Übersetzt von Anja Schünemann
€ 29,50 [D] 30,60 [A]


Von Alfred Ohswald am 27.04.2005

  Die Elstern unter ihrem Anführer Slyekin wollen Vogelland völlig unter ihre Gewalt bringen und rotten alle Kleinvögel aus. Das Rotkelchen Kirrick, bereits das letzte seiner Art, hört bei seiner Flucht von der klugen alten Eule Tomar und sucht sie auf. Seine Bitte um Hilfe stößt nicht auf taube Ohren, Tomar hat einen Plan zur Befreiung Vogellands vom Terror der Elstern. Kirrick soll die Falken, Adler und Seevögel in ihrer jeweiligen Heimat aufsuchen und um Unterstützung bitten.
  Die Reise ist lange und gefahrvoll, denn Slyekin hat ihm seinen verschlagenen Gehilfen Traska auf die Fersen gehetzt und der hetzt ihn unerbittlich und lässt sich auch vor so manchem Rückschlag nicht von seinem Ziel abbringen. Aber die Reise verläuft weitgehend positiv, die Falken und Adler wollen Tomar unterstützen und Kirrick trifft unterwegs auf das Rotkehlchenweibchen Portia. Und das ergibt natürlich recht schnell ein Pärchen.
 
  Clive Woodall hat mit dieser Tierfabel, dieser eigentlich recht simplen Geschichte über den Kampf zwischen Gut und Böse, einen gewaltigen Bestseller gelandet. Etwas eigenartig ist es schon, dass eine derartig einfache Geschichte mit wenig originellen, eindimensionalen Charakteren derartig beim Publikum einschlägt. Fast alle Figuren sind entweder schon peinlich Gut oder geradezu abgrundtief böse und die Dialoge triefen geradezu vor kitschigem Pathos.
  Tierfabeln sind ja heute kein besonders übliches Genre und so liegt der Vergleich mit Klassikern, wie „Watership Down“ oder „Die Möwe Jonathan“ nahe. „Die Möwe Jonathan“ ist als klassische Selbstfindungserzählung kaum vergleichbar, „Watership Down“ dagegen, sowohl was Inhalt, als auch Umfang betrifft, ist „Vogelherz“ recht ähnlich. Aber in der Qualität reicht es nicht annähernd an die herrliche Geschichte um die auswandernden Kaninchen heran. Wer eine schöne, rührselige Tiergeschichte sucht, ist mit „Watership Down“ sicher besser bedient.
  An Peer Augustinskis Vortrag gibt es kaum etwas auszusetzen und die Kürzung, sonst eigentlich immer ein Ärgernis, macht hier keinen deutlichen Unterschied aus.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.