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Maggie Furey
Aurian
Die Artefakte der Macht 1
(Aurian, 1994)

Lübbe
1995
Übersetzt von Michaela und Hans Link
766 Seiten
€ 7,95


Von Alfred Ohswald am 22.04.2005

  Es gibt nur noch wenige Angehörige der magiebegabten Magusch, die sich fast alle in der Stadt Nexis aufhalten. Die junge Aurian lebt allerdings allein mit ihrer Mutter ziemlich vernachlässigt im Wald. Als der einst mit ihrem verstorbenen Vater befreundete Schwertkämpfer Forral dort auftaucht, nimmt es sich des Mädchens an. Er sorgt für ihre Erziehung und bringt ihr das Fechten bei.
  Bei einer Fechtübung passiert dann auch ein Unfall, bei dem Aurian schwer verletzt wird. Eine heilkundige Magusch wird aus Nexis geholt und kann sie gerade noch retten. Nun fällt auch die Entscheidung, Aurian zur Ausbildung nach Nexis zu schicken. Begleitet von Forral, macht sie sich auf den Weg in die dortige Magusch-Akademie. Nach einer schlimmen Zeit am Anfang, nimmt sie der Erzmagusch unter seine Fittiche und sie beginnt ihre vielfältigen magischen Talente auszubilden. Allerdings ahnt sie nicht, dass die meisten Magusch ein machtgieriger, intriganter Haufen sind und sie bereits tief ihre Intrigen verwickelt ist.
  Der Ertmagusch hat sie gezielt in seine Arme getrieben, um sie bei seinen ehrgeizigen Plänen benutzen zu können. Für die Erlangung von mehr Macht ist er bereit alles zu tun, jede Grenze zu überschreiten. Als er ein uraltes, mächtiges magisches Artfakt findet, löst er eine Katastrophe aus und Aurian und ihre Freunde zerstreuen sich auf der Flucht in alle Himmelsrichtungen.
 
  Maggie Furey verknüpft in ihrem Fantasy-Zyklus geschickt die Abenteuer verschiedener Figuren zu einer großen Geschichte, ganz in der Tradition Tolkiens. Allerdings sind auch ihre Charaktere meist entweder positive Helden oder gleich abgrundtiefe Bösewichte, Zwischentöne gibt es bei ihr kaum. Aktuelle Fantasy-Autoren sind hier bei ihren Charakteren meist schon einen entscheidenden Schritt weiter.
  Konventionelle Fantasy also, mit einer Hauptfigur auf einer Queste, einer Suche nach mächtigen Artefakten, um die Bösewichte zu besiegen. In diesen Grenzen ist der Roman allerdings durchaus nicht schlecht gelungen, spannend und voller interessanter Einfälle. Das Ende erfolgt allerdings ziemlich mitten in der Handlung, fast schon ein „Cliffhanger“. Ein Wink mit dem Zaunpfahl, die drei folgenden Teile auch noch zu lesen.
  Ein Schwachpunkt sind auch die schon eindeutig zu häufigen und zu sehr dramatisierten Streitereien zwischen den beiden Hauptfiguren. Oft dienen sie als reichlich überstrapaziertes Vehikel zu Brüchen in der Handlung und irgendwann nerven sie die Leser nur mehr.

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