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Hans-Hermann Sprado
Risse im Ruhm

Solibro
2005
299 Seiten
€ 19,90 [D] 20,50 [A]


Von Alfred Ohswald am 06.04.2005

  Als es im Hamburger „Alsterhaus“ zu einer Geiselnahme kommt, schickt das Magazin ARENA den Reporter Michael Mammen und ein paar Fotographen hin. Zu seinem Entsetzen muss Mammen feststellen, dass seine Frau und seine Tochter zu den Geiseln gehören. Bald kommt ihm der Verdacht, dass diese Geiselnahme etwas mit ihm und einer seiner vergangenen Reportagen zu tun hat, bei denen er zusammen mit seinem Kollegen und Fotoreporter Pfaller oft für beträchtlichen Wirbel gesorgt hat.
  Da wären zuerst ein Waffenverkauf russischer Soldaten im Osten Deutschlands, in dem auch die japanische Mafia eine Rolle spielte, und dann eine Geschichte in Rio mit einer Nazi-Gruppe und einem zwielichtigen Privatspital und schließlich eine Story aus der Unterwelt in Hamburg und Berlin. Überall findet er kleine Hinweise, die mit der aktuellen Geiselnahme zu tun haben könnten.
 
  Hans-Hermann Sprados Thriller besteht praktisch aus vier Teilen, einer Rahmenhandlung und drei darin eingefügte Rückblenden. Geschickt eingesetzte Rückblenden sind ein in dem Genre gerne benutztes Stilmittel, um Spannung durch langsames Aufdecken von Informationen zu erzeugen. Hier ist dem Autor dieser Kunstkniff wirklich recht gut gelungen, abgesehen davon, dass jede der drei Geschichten für sich schon eine spannende Erzählung abgibt.
  Gelungene Actionreiche und mit Drive erzählte Thriller sind bei deutschsprachigen Autoren ja nicht unbedingt häufig anzutreffen und erst recht erwartet man sie kaum bei einem eher kleinen Verlag wie Solibro. Um so erfreulicher ist dieses Schmuckstück.
  Dass Hans-Hermann Sprado Journalist ist, macht sich hier in positiver Weise bemerkbar. Er hat keine Hemmungen vor Actionszenen aber ein gutes Gespür dafür, was gerade noch realistisch wirkt. Der Roman ist zwar sicher kein literarischer Meilenstein aber ein rundum gelungenes Stück spannender Unterhaltung.

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