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Andreas Eschbach
Eine Billion Dollar
Hörspiel

Lübbe
2003
€ 29,90 [D] 31,- [A]


Von Alfred Ohswald am 01.02.2005

  Der aus bescheidenen Verhältnissen stammende, junge, italienischstämmige New Yorker John Salvatore erbt völlig überraschend das unvorstellbare Vermögen von 1 Billion Dollar und ist damit auf einen Schlag der mit Abstand reichste Mensch der Welt.
  Dieses Vermögen ist auf recht ungewöhnliche Weise zustande gekommen. Vor 500 Jahren hatte ein Händler die Vision, dass das jüngste männliche Mitglied seiner Familie am 23. April 1995 mit Hilfe seines von ihm vererbten Geldes der Menschheit ihre verlorene Zukunft zurückgeben würde. Sein Erbe wuchs allerdings erst, gehütet von einer alten Anwaltsfamilie, durch Zinsen und Zinseszinsen zu dem gewaltigen Vermögen heran.
  John beginnt sich langsam an das Leben eines reichen Mannes zu gewöhnen, hat aber keine Ahnung, wie er die Prophezeiung erfüllen soll. Ein recht überzeugend wirkender Mann bietet ihm seine Hilfe an und gemeinsam beginnen sie ein Wirtschaftsimperium aufzubauen, um die nötige Macht zu erringen, die Welt entscheidend zu beeinflussen.
 
  Die Idee ist nicht unbedingt besonders originell und auch der Umsetzung fehlt es weitgehend an originellen Einfällen. Das trifft leider auch für die Charaktere zumindest teilweise zu, was besonders beim Hörspiel deutlich wird. Der Bösewicht wirkt hier von Anfang an schon allzu deutlich suspekt. Auch die „rettende Idee“ am Ende ist selbst als erster Ansatz zur Rettung der Menschheit nicht sonderlich überzeugend, eindeutig zu simpel und naiv.
  Andreas Eschbach ist im seinem angestammten Genre, der Science Fiction, zu Recht ein etablierter Autor. „Eine Billion Dollar“ ist nur im weitesten Sinn diesem Genre zuzurechnen und gehört sicher nicht zu seinen gelungensten Romanen.
  Die Hörspielproduktion hat es auch nicht geschafft, aus dem mittelmäßigen Buch mehr herauszuholen, eher im Gegenteil.

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