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Helmut Kratochvil
Zooblüten
Witzige Geschichten & Sprüche von Zoobesuchern

Verlag 66
2004
127 Seiten
€ 14,80


Von Alfred Ohswald am 21.12.2004

  Zoobesucher, hier fast ausschließlich des Tiergartens Schönbrunn in Wien, neigen nicht selten zu kuriosen Kommentaren oder Erklärungen an Begleiter. Väter, die ihre Söhne mit haarsträubendem Unsinn belehren oder alte Damen und Herren mit etwas antiquiertem Wissensstand sind typische Beispiele. Etwas aufgefüllt sind diese, oft wirklich köstlichen Beispiele mit Schüttelversen, Gedichten. Erlebnisberichten von Tierpflegern und illustriert von Zeichnungen des Autors. Die Schüttelverse und Gedichte wären eigentlich entbehrlich gewesen, aber vermutlich wäre sonst zu wenig Material für das ohnehin nicht sonderlich voluminöse Buch geblieben.
  Ein typisches Geschenkbuch für Wenigleser. Kurzweilig und unterhaltsam aber nicht übermäßig viel Inhalt. Wer sonst einen Schmöker nach dem anderen verschlingt, wird das vielleicht etwas mager finden.
 
 
  Die Art des Humors in dem Buch ist wohl am Besten mittels ein paar Beispielen zu zeigen:
 
  Ein Mann bei einer Begegnung mit einer sehr giftigen Kettenviper, warnt vor deren Gefährlichkeit. Darauf ein anderer: „Oba geh, a gschminkta Regenwuarm.“
 
  Im Stuttagarter Zoo stehen ein paar Leute um ein Ponygehege. Plötzlich macht ein Hengst bei einer Stute einen Aufreitversuch. Darauf eine der Zuschauerinnen, die den Vorgang mit größtem Interesse verfolgt: „Na servas, und des in aller Früh!“
 
  Ein Vater steht mit seinem kleinen Sohn vor dem Geparden-Gehege.
  Er erklärt: „Schau, und dies hier sind Tiger!“
  Der Sohn widerspricht: „Nein, das sind Geparden!“
  Der Vater zornig: „Das sind Tiger – wenn ich es schon sage!“
  Darauf mischt sich ein daneben stehender Besucher ein und bemerkt: „Der Junge hat recht, das sind Geparden.“
  Darauf der Junge: „Lassen Sie nur, ich weiß, der Papa ist eben so.“

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