Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Tobias O. Meißner
Das Paradies der Schwerter
Eine Geschichte über Kampf, Zufall und das Gegenteil von Nichts

Piper
2004
362 Seiten
€ 24,90


Von Alfred Ohswald am 22.06.2004

  Die Handlung dieses Fantasy-Romans ist eigentlich denkbar simpl, in einer Stadt findet ein Turnier für 16 Kämpfer auf Leben und Tod statt. Die Paarungen werden ausgelost und die Sieger kämpfen in der nächsten Runde wieder gegen einen durch den Zufall bestimmten Gegner bis der Letzte als Sieger übrig bleibt und die Siegesprämie kassiert. Es gibt zwar keinerlei Magie o. ä. in dem Roman und die Geschichte könnte durchaus auch in einem historischen Rahmen spielen, aber die Länder sind fiktiv, wenn sie auch manchmal eindeutige Bezüge zu realen Ländern haben, und manche Figuren, besonders Saul mit seinem Pflug, haben unverkennbar mystische Züge.
  In der ersten Hälfte des Buchs werden die 16 Kämpfer mit ihrer Vorgeschichte vorgestellt, in der zweiten Hälfte dreht sich alles um die Duelle in der Arena. Was sich hier nicht sonderlich interessant anhört, hat Meissner zu einer höchst spannenden, die Leser in ihren Bann ziehenden Geschichte verarbeitet. In deutscher Sprache ist im Fantasy-Genre bisher nichts in dieser Qualität geschaffen worden. Das gilt besonders für die Vorstellung der Kämpfer, der zweite Teil mit den Kämpfen selbst fällt dagegen etwas ab. Als Pate dieses ersten Teils könnten Kurosawas „Die sieben Samurai“ gestanden haben. Da kommt Meissners ganze Freude am Erzählen und sein Talent bei der Charakterzeichnung zum Tragen.
  Und außerdem: Man kann sich doch keinen Fantasy-Roman entgehen lassen, der in der FAZ ausführlich besprochen wurde, oder?

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.