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Jean-Christophe Grangé
Die Purpurnen Flüsse
(Les Rivières pourpres, 1997)

Lübbe
2004
Übersetzt von Barbara Schaden
€ 23,90 [D]


Von Alfred Ohswald am 19.06.2004

  In der kleinen, abgelegenen Stadt Gernon wird ein grässlich zugerichtetes Mordopfer gefunden. Er wurde ausgiebig gefoltert und die Augen wurden ihm aus dem Kopf geschnitten. Der berühmte aber auch zur Gewalttätigkeit neigende Kommissar Pierre Niémans beginnt mit den Ermittlungen. Zuerst versucht er das Motiv zu ergründen und kommt bald zur Überzeugung, dass es sich um einen Racheakt handelt.
  Der Mörder hat Wasser in den Augenhöhlen des Opfers zurückgelassen, das sich bei der Analyse als aus den 60er-Jahren stammend herausstellt. Dieses Wasser stammt offensichtlich aus einem Gletscher und bei der Suche nach dem Ort, woher das Wasser stammt stößt Niémans auf ein weiteres Mordopfer.
  In den Hinterlassenschaften der Opfer stößt er auf seltsame Notizen, in denen mehrmals die Rede von „Purpurnen Flüssen“ ist und beide waren offensichtlich fasziniert vom klassischen Ideal des Athleten mit gesunden Geist im gesunden Körper.
  Zur gleichen Zeit untersucht der aus Marokko stammende Polizeileutnant Karim Abdouf eine Einbruchserie im Dorf Sarzac. Profis brachen in eine Schule und in eine Gruft ein ohne etwas Bemerkenswertes zu stehlen.
 
  Ein ziemlich reißerischer, deftiger Thriller und auf seine Art recht gut gelungen. Die Spannung wird sehr geschickt aufgebaut, nur in kleinen Portionen erfährt der neugierige Zuhörer die einzelnen Details. Dieses Aufdecken des sich ganz langsam abzeichnenden Geheimnisses macht die besondere Qualität des Thrillers aus. Wie Grangé die zahlreichen Spuren zusammenlaufen lässt, ohne die Hörer zu sehr zu verwirren oder jemals zu langweilen ist schon wirklich bemerkenswert.
  Die bekannte, auch recht gute Verfilmung weist übrigens einige deutliche Abweichungen, auch über die üblichen Vereinfachungen und Kürzungen hinaus auf.
  Joachim Kerzel liest die gekürzte Version mit zeitweise etwas musikalischer Untermalung gewohnt routiniert vor. Nicht umsonst ist er einer der gefragtesten Leser in der Hörbuchbranche.

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