Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Gustav Schmidt
Geschichte der USA

Primus
2004
248 Seiten
€ 24,90 [D]


Von Alfred Ohswald am 10.06.2004

  Nach einem kurzen Teil, mit der Kolonialzeit beginnt das Buch mit der Unabhängigkeit der USA. Schon hier spielen die Verfassung, sonstige Gesetzgebung und nationalökonomische Aspekte eine weit größere Rolle, als z. B. der Verlauf des Unabhängigkeitskrieges.
  Diese Tendenz zieht sich durch das ganze Buch, im Zentrum steht die wirtschaftliche Zielsetzung und Entwicklung. Welche Wege schlugen die USA ein, um die weltweite wirtschaftliche Führungsposition zu erreichen? Welche Ursachen gab es für wirtschaftliche Rückschläge und Erfolge?
  Wenig erfährt man über die diversen Stellvertreterkriege zwischen den USA und der UDSSR, so ist die langfristig verhängnisvolle Einsetzung des Schahs im Iran nirgends auch nur erwähnt. Auch über die Persönlichkeit der verschiedenen Präsidenten erfährt man wenig, Clintons Sexaffäre wird nirgends auch nur erwähnt.
  Ausführlich kann man dagegen die Entwicklung des amerikanischen Sozialsystems, mit zahlreichen Daten versehen, nachvollziehen. Oder auch die Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen zu Japan und Europa. Dieser Schwerpunkt wird in den aktuelleren Kapiteln noch betont.
  Wer sich dieses Buch also als historischen Überblick der Geschichte der USA kauft, mag enttäuscht werden. Der Titel trifft die Sache nicht ganz, „Geschichte der USA als Wirtschaftsmacht“ wäre passender. Dafür lernt man hier die USA teilweise auch etwas abseits der nicht unüblichen Klischees kennen. Wer weiss schon, dass die USA die höchsten Ausgaben aller OECD-Staaten für den Gesundheitsbereich haben? Oder, dass Verfassungsfragen der USA oft schuld sind, wenn internationale Abkommen nicht von ihnen ratifiziert werden.
  Gustav Schmidt zeigt sowohl die selbstbewusste, zur Arroganz neigende USA, als auch die ehrlich um gleichberechtigte Wirtschaftschancen bemühte Weltmacht.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.