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Hartmut Leppin
Theodosius der Große
Auf dem Weg zum christlichen Imperium

Primus
2003
280 Seiten
€ 29,90 [D]


Von Alfred Ohswald am 03.06.2004

  Theodosius steht in mancher Hinsicht für eine Zeitenwende. Er was der letzte Herrscher des Römischen Imperiums, der beide Reichshälften unter seiner Führung vereinigte. Er war, nach Konstantin den Großen, der Herrscher, der dem Christentum als Staatsreligion zum Durchbruch verhalf und hatte schon, wie für die Kaiser des Mittelalters oft symptomatisch, erste Konflikte mit machtbewussten Kirchenmännern auszustehen.
  Durch die katholischen Historiker ist er natürlich für sein Eintreten für den „rechten Glauben“ und nicht zuletzt durch seinen Bußgang vor dem Mailänder Bischof Ambrosius hoch angesehen, den Hartmut Leppin aber als durchaus auch geschickten politischen Schachzug aufzeigt.
  Zu kämpfen hatte Theodosius vor allem mit innenpolitischen Problemen, den zu seiner Zeit allgegenwärtigen Glaubenskämpfen zwischen Heiden, Juden und Christen und den zahlreichen christlichen Fraktionen untereinander.
  Zuerst war er aber mit einer katastrophalen Niederlage gegen die Goten konfrontiert, die er aber gegen Zugeständnisse einbürgern konnte und so gleichzeitig Soldaten für das römische Heer zur Verfügung hatte. Später hatte er gegen zwei Usurpatoren im Westen des Reiches zu kämpfen. Wobei seine militärischen Erfolge mehr mit Glück als mit taktischen Geschick erklärbar waren. Seine Söhne, besonders Honorius im Westen, waren von weniger Glück begünstigt. Unter Honorius plünderten die Westgoten unter Alarich Rom im Jahr 410.
 
  Hartmut Leppin hat zur Reihe über bedeutende historische Figuren des Primus-Verlags eine gut gelungene Biographie einer Persönlichkeit beigesteuert. Das Buch ist eine gute Mischung aus populärwissenschaftlicher Darstellung und streng an Quellen orientierter historischer Arbeit.

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